Lewis Hamilton hat eine denkbar schlechte Debütsaison bei Ferrari hingelegt. Der Rekordweltmeister der Formel 1 ist auf Wiedergutmachung aus - und zeigte sich nach dem Shakedown der Scuderia voller Vorfreude und Elan.
Lewis Hamilton und Charles Leclerc haben ihren neuen SF-26 vor heimischen Fans erstmals ausprobiert. Am Freitag fand in Fiorano der Shakedown des Formel-1-Teams statt. Die Stimmung bei den Roten: äußerst positiv.
Den neuen Dienstwagen zum ersten Mal zu sehen, war für Hamilton ein besonderer Moment. Er weiß: In das Projekt wurde in den vergangenen Monaten viel Arbeit hineingesteckt. "Hier bei Ferrari aufzuwachen, ist etwas ganz Besonderes", sagte der siebenfache Weltmeister im Gespräch mit "F1": "Ich bin seit etwa einer Woche hier und habe miterlebt, wie das Auto entstanden ist. Ich weiß, wie hart alle arbeiten, und ich sehe jede Woche, wie alle an ihren Schreibtischen sitzen."
Hamilton verwies zudem unter anderem auf die Arbeit im Simulator, nun wurden alle "Bausteine zusammengesetzt". Strahlend fügte der Brite hinzu: "Das ist der aufregendste Teil des Jahres, wenn man sieht, wie all diese Teile aus verschiedenen Abteilungen zusammenkommen und schließlich alles zusammenpasst. Und man ist einer von nur zwei Leuten, die damit fahren dürfen – das ist ziemlich bemerkenswert, und ich bin so dankbar für all die harte Arbeit, die jeder in dieses Projekt gesteckt hat."

Hamilton wird emotional: Fans sind der "Herzschlag" von Ferrari
Durchaus emotional verlief auch seine erste Ausfahrt im neuen Ferrari. "Es ist einfach so aufregend, wenn sie das Auto starten und man die neuen Vibrationen durch den Körper spürt, und dann öffnen sie die Tür und man fährt hinunter zur Kurve 1, wo man die Tifosi sehen kann."
Die italienischen Fans, die sich den Shakedown am Freitag nicht hatten entgehen lassen wollen, bezeichnete Hamilton als "Herzschlag des Teams. Das ist eine unvergleichliche Erfahrung. Kein anderer Fahrer mit Ausnahme von Charles und mir dürfen so etwas miterleben. Das ist einzigartig". Es ging letztlich auch darum, "wieder eine Verbindung zum Team und zu den leidenschaftlichen Fans zu finden. Es führt mir vor Augen, warum ich diesen Sport liebe".
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Nun freut sich Lewis Hamilton auf die ersten wirklichen Tests, die ab Montag in Barcelona stattfinden. "Noch konnte ich das Auto nicht pushen, wenngleich es sich schon cool angefühlt hat. In der nächsten Woche werden wir dann sehen, wohin uns diese neue Fahrzeuggeneration bringen wird. Und dann geht es darum, herauszufinden, was die anderen haben, welche Autos, welche Tricks sie vielleicht haben oder auch nicht", so Hamilton.
Leclerc: "Müssen die meisten Programm neu lernen"
Auch sein Teamkollege Charles Leclerc "war sehr aufgeregt" vor der ersten Ausfahrt im runderneuerten Ferrari, "denn es wurde viel darüber gesprochen und hinter den Kulissen viel Arbeit investiert".
Leclerc führte aus: "Wir müssen die meisten Programme quasi neu lernen und das System viel besser verstehen, um das Beste aus ihm herauszuholen. Das macht es zu einer großen Herausforderung, aber genau das reizt mich. Nach all der Arbeit hinter den Kulissen war ich einfach sehr gespannt darauf, endlich damit zu fahren und zu sehen, wie es sich anfühlt. Es war also sehr aufregend."




