Borussia Dortmund gewinnt bei Union Berlin souverän mit 3:0 - jetzt beträgt der Rückstand auf Bayern München "nur" noch acht Punkte.
Niko Kovac nahm lächelnd die Glückwünsche seines Berliner Trainerkollegen Steffen Baumgart entgegen, die Reaktion der Spieler von Borussia Dortmund hatte ihm augenscheinlich bestens gefallen: Mit einem souveränen, hoch verdienten 3:0 (1:0) bei Union Berlin gab der BVB die passende Antwort auf das triste 0:2 bei Tottenham Hotspur unter der Woche in der Champions League.
Kapitän Emre Can (10./Foulelfmeter), Nico Schlotterbeck (54.) und Maximilian Beier (84.) schossen die Borussen zum Erfolg in der ausverkauften Alten Försterei.
Der BVB, den Baumgart im Vorfeld ausdrücklich gelobt hatte, ist in der Liga nun zwölf Spiele in Serie ungeschlagen und rückte bis auf acht Punkte an Spitzenreiter Bayern München heran. Gleichzeitig hielt der Tabellenzweite (42 Punkte) den Vorsprung auf die Verfolger TSG Hoffenheim (36) und RB Leipzig (35).
"Die Bayern sind fast unschlagbar", sagte Schlotterbeck bei "Sky": "Wenn sie Fehler machen, müssen wir da sein. Ich will einfach nicht, dass es im März entschieden ist. Es heißt dranzubleiben, so lange es geht."
BVB-Coach Kovac hatte im Vorfeld ein "Kampfspiel" erwartet, das sein Team jedoch gut annahm. Nachdem Dortmunds Torwart Gregor Kobel einen Kopfball von Union-Stürmer Andrej Ilic (6.) problemlos hielt, wurden die Gäste immer zwingender.
Can, ebenfalls neu im Team, erzielte die Führung mit einem platzierten Schuss vom Punkt, zuvor hatte Unions Keeper Frederik Rönnow Guirassy im Eins-gegen-Eins im Strafraum ungestüm von den Beinen geholt. Während die Berliner kämpferisch dagegen hielten, bestimmte der BVB die Partie und zeigte dabei eine Steigerung gegenüber der Nicht-Leistung im ersten Durchgang in London.
BVB legt nach der Halbzeit nach
Derweil vergab Guirassy (18.) die große Chance auf das zweite Tor. Nach einem Ballgewinn von Felix Nmecha setzte der Mittelfeldspieler den Angreifer klug in Szene, jener zögerte mit seinem Abschluss jedoch zu lange - und legte auf Jobe Bellingham ab. Dessen Schuss wurde geblockt, der zweite Versuch von Silva rauschte nur knapp am linken Pfosten vorbei. In der Folge flachten die Dortmunder Offensivbemühungen ab. Union tat unmittelbar vor der Pause mehr für das Spiel, blieb aber zu ungefährlich.
Direkt nach der Halbzeit legte der BVB nach. Einen Fernschuss von Bellingham (53.) parierte Rönnow noch stark, gegen den Kopfball von Schlotterbeck nach einer Ecke von Julian Ryerson war der Schlussmann dann machtlos. Zwar steckte Union nicht auf und war nun durchaus bemüht, den Weg in die Dortmunder Hälfte zu finden - die Abwehr der Gäste verteidigte diese Vorstöße jedoch souverän weg. Kurz vor Schluss traf Beier nach schöner Vorarbeit von Bellingham.
























