Sowohl die Milwaukee Bucks als auch die Phoenix Suns müssen sich nach ihren Partien am Freitag um ihre Stars sorgen. Abseits der Verletzungssorgen sorgten die Brooklyn Nets und die Boston Celtics für gleich mehrere irre Schlusssequenzen.
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Detroit Pistons | Houston Rockets | 104:111 |
| Atlanta Hawks | Phoenix Suns | 110:103 |
| Brooklyn Nets | Boston Celtics | 126:130 2OT |
| Cleveland Cavaliers | Sacramento Kings | 123:118 |
| Memphis Grizzlies | New Orleans Pelicans | 127:133 |
| Oklahoma City Thunder | Indiana Pacers | 114:117 |
| Milwaukee Bucks | Denver Nuggets | 100:102 |
| Portland Trail Blazers | Toronto Raptors | 98:110 |
Hiobsbotschaften der Nacht: Für Milwaukee und Phoenix kommt es faustdick
Eigentlich waren die Milwaukee Bucks (18-26) gerade dabei, einen 23-Punkte-Rückstand gegen die Denver Nuggets (31-15) zu egalisieren. Einen 63:86-Rückstand mit noch gut zehn Minuten im Schlussviertel zu absolvieren, trimmten die Gastgeber bei noch 29,3 Sekunden mit einem Dreier von Ryan Rollins auf 97:99. Doch die letzten 30 Sekunden der 100:102-Niederlage mussten die Bucks bereits ohne Giannis Antetokounmpo absolvieren. Dieser tat sich schon in der ersten Hälfte an der rechten Wade weh und hatte im weiteren Spielverlauf sichtlich mit dem lädierten Unterschenkel zu kämpfen.
So musste er, die verletzte Stelle in Eis gepackt, mit ansehen, wie die Turnaround-Bemühungen nach einem vergebenen Kyle-Kuzma-Dreier nur knapp innerhalb der Mittellinie scheiterten. Die Bucks gaben an, dass sich Antetokounmpo am Sonntag einer MRT-Untersuchung unterziehen werde.
Das Auswärtsspiel der Phoenix Suns (27-18) bei den Atlanta Hawks (22-25) lief ähnlich verheerend. Neben der 103:110-Niederlage in der Hauptstadt Georgias mussten die Suns gleich zwei Verletzungsrückschläge erleiden. Der erste traf den gerade erst zurückgekehrten Jalen Green - erneut aufgrund des lädierten rechten Oberschenkels. Die Suns nahmen ihren Sommer-Neuzugang als Vorsichtsmaßnahme aus dem Spiel.
Als wäre das nicht genug, traf es obendrein Devin Booker. In den Schlusssekunden des dritten Viertels machte sich Book auf den Weg in die Defense, mit den Augen auf dem Ball. In der Rückwärtsbewegung übersah er Onyeka Okongwu von den Hawks und knickte mit dem rechten Fuß auf dessen Fuß um. Der Suns-Star verließ die Arena nach der Partie auf Krücken.
Stimmen der Nacht:
Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks): "Wahrscheinlich habe ich mir etwas in der Wade, im Bereich des Soleusmuskels, gezerrt oder gerissen. Vermutlich geben sie mir ein Reha-Protokoll von vier bis sechs Wochen, in denen ich ausfalle."
Jordan Ott (Head Coach, Phoenix Suns) bedauert die Ausfälle von Jalen Green und Devin Booker: "Das ist einfach hart. Du fühlst mit ihnen. Book hat im dritten Viertel [mit 16 Punkten, Anm. d. Red.] zu seinem Spiel gefunden. Er hat die ganze Saison schon so viel für uns getan und war in seinem Rhythmus, was es noch ärgerlicher macht. Ich weiß, dass er schnell zurück sein wird. Jalen hat jeden Tag dafür gearbeitet, um zurückzukehren. Um Basketball zu spielen. Das ist für schwer für seine Teamkollegen und für ihn."
Spiel der Nacht: Celtics feiern viele Helden in Brooklyn
Ganze 58 Minuten Spielzeit hat es gedauert, um einen Gewinner im Spiel der Boston Celtics (28-16) im Barclays Center bei den Brooklyn Nets (12-31) zu ermitteln. Letztlich waren es die Gäste, die mit einem Sieg im Gepäck weiterziehen durften. In der Abwesenheit von Derrick White (Pause) erweiterte Celtics-Trainer Joe Mazzulla beim Divisionsrivalen seine Rotation und wurde dafür belohnt.
Nicht nur Jaylen Brown (27 Punkte, 12 Assists, 10 Rebounds, 2 Turnover) und Payton Pritchard (32 Punkte, 13/24 FG) lieferten Galavorstellungen ab, sondern auch das Ende der Bank trugen ihren Anteil zum 130:126-Auswärtssieg nach zweifacher Verlängerung bei. In der regulären Spielzeit waren es jedoch zunächst die Nets, die eine Chance auf den Sieg hatten.
Michael Porter Jr. (30 Punkte) war es, der gut vier Sekunden vor dem Ende per Dreier auf eine potenzielle 105:104-Führung und damit womöglich die Vorentscheidung schielte. Doch es war Nic Claxton, der seinen Fehlwurf per Putback-Dunk im Korb unterbrachte und dem Krimi so einen ersten Nachschlag verpasste.
In der anschließenden Overtime standen die Celtics wiederum mit dem Rücken zur Wand. 7,9 Sekunden brachte Ziaire Williams die Nets von der Freiwurflinie mit 117:112 in Führung. Doch es dauerte nur drei Sekunden, bis Pritchard mit einem tiefen Dreier den Rückstand auf 115:117 trimmte. Da der ansonsten starke Nolan Traore (21 Punkte) nur einen von zwei Freiwürfen verwandelte, blieb den Gästen die Chance zum Ausgleich. In der Einwurfsituation in der Hälfte der Nets verloren die Hausherren ihre Zuordnung und ließen Hugo Gonzalez völlig blank aus der Ecke abdrücken. Cash! Beim Stand von 118:118 ging es in die zweite Verlängerung.
Dort gingen die Celtics zu keinem Zeitpunkt in Rückstand, auch weil Two-Way-Center Amari Williams mit drei Punkten und einem wichtigen Block gegen Traore 40 Sekunden vor dem Ende die 130:126-Führung seiner Celtics festhielt.
Upset der Nacht: Pacers gewinnen Finals-Neuauflage
Im zweiten und letzten Wiedersehen der Oklahoma City Thunder (37-9) und den Indiana Pacers (11-35) wischten die gastierenden Pacers ihrem Finals-Duellanten aus der vergangenen Saison eins aus. Mit 117:114 entführte Indiana einen Sieg aus OKC, obwohl sowohl Shai Gilgeous-Alexander (47 Punkte, 17/28 FG) als auch Chet Holmgren (25 Punkte, 13 Rebounds, 3 Blocks) echte Glanzleistungen auf das Parkett zauberten.
Den Grundstein für die Überraschung legten die Pacers gleich im ersten Viertel, das die Mannschaft von Cheftrainer Rick Carlisle mit 39:28 gewann. Bester Mann bei den Gästen war Andrew Nembhard der mit 27 Punkten bester Scorer Indianas war und zudem mit 11 Assists entgegen 3 Ballverlusten klug Regie führte. Auf eine zweistellige Punkteausbeute kamen zudem auch Jarace Walker (26), Pascal Siakam (21), Aaron Nesmith (17) und Micah Potter (10).



































