Schlechte Nachrichten für Formel-1-Rennstall Williams: Das britische Traditionsteam hinkt beim Herstellen seines neuen Autos hinterher und verpasst die ersten Testfahrten.
Wie Williams am Freitag mitteilte, wird das Team nicht an den für kommende Woche in Barcelona angesetzten ersten Formel-1-Tesfahrten des Jahres teilnehmen. Der Grund: "Verzögerungen" bei der Fertigstellung des FW48.
Man arbeite "weiterhin daran, die maximale Leistung des Autos zu erreichen", hieß es weiter in dem Statement. Statt der Fahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya werde Williams "eine Reihe von Tests" mit dem neuen Wagen durchführen, "um sich auf den ersten offiziellen Test in Bahrain und das erste Rennen der Saison in Melbourne vorzubereiten".
Die Barcelona-Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya finden hinter verschlossenen Türen statt. Sie sind für die elf Teams der erste Aufgalopp, um die für das neue technische Reglement entwickelten Boliden erstmals "in der freien Wildbahn" fahren zu lassen und Systemchecks durchzuführen.
Die Teams haben dieses Jahr wegen der neuen Regeln deutlich mehr Testkilometer zur Verfügung als in den vergangenen Jahren - Williams gehen diese nun flöten. Ein Nackenschlag für den ambitionierten Traditionsrennstall, der sich erhofft, im Zuge der neuen Regeln eine F1-Rennaissance zu erleben.
Erinnerungen an 2019 bei Williams
Die Lackierung seines neuen Boliden will Williams am 3. Februar präsentieren. Vom 11. bis 13. sowie 18. bis 20. Februar folgen dann in Bahrain die offiziellen (und öffentlichen) Testfahrten, bevor die neue Saison am 8. März in Australien beginnt.
Schon vor der Saison 2019 hatte Williams die ersten Testtage verpasst. Am Ende reichte es dann mit nur einem Punkt zum zehnten und damit letzten Platz in der Konstrukteurswertung.
Im vergangenen Jahr zeigte das Team mit dem Duo Carlos Sainz (Spanien) und Alexander Albon (Thailand), das auch in diesem Jahr in den Cockpits sitzen wird, überraschend starke Leistungen und sicherte sich den fünften Rang in der WM.


