McLaren hat den ersten Sieg der neuen Saison schon gefeiert und am Freitag den Rechtsstreit gegen seinen ehemaligen Fahrer Alex Palou gewonnen. Das Gericht in Großbritannien sprach McLaren in dem Fall eine Entschädigung in Höhe von 12 Millionen US-Dollar zu.
"Das ist ein absolut angemessenes Ergebnis für McLaren Racing", kommentierte CEO Zak Brown das Urteil das Gerichts, vor dem der britische Konzern ursprünglich sogar Schadenersatz in Höhe von 20 Millionen US-Dollar forderte.
Brown weiter: "Wir haben klar aufgezeigt, dass wir jede einzeln unsere Vertragsverpflichtungen erfüllt und die Vereinbarung, die wir mit Alex hatten, eingehalten haben." Die unterlegene Palou-Seite äußerte sich zunächst nicht zum Urteil, das sie theoretisch noch anfechten kann. Ob dies passieren wird, ist nicht klar.
Was zwischen McLaren und Palou vorfiel
McLaren und Palou hatten sich im Sommer 2022 auf einen Wechsel innerhalb der IndyCar-Serie geeinigt. Sein damaliger Arbeitgeber, das Team Chip Ganassi, stimmte dem Deal aber nur unter der Bedingung zu, dass Palou auch in der Saison 2023 weiter für Ganassi fährt.
Die Parteien sprachen anschließend mehrere Monate miteinander und einigten sich auf einen Deal: Palou durfte 2023 weiter für Ganassi fahren, musste aber parallel als Test- und Entwicklungsfahrer für McLarens Formel-1-Team tätig sein. 2024 sollte der Spanier dann zum IndyCar-Team von McLaren wechseln. Doch dazu kam es nie.
Palou verkündete Mitte 2023, dass er auch 2024 weiter für Ganassi fahren werde, weil er das Vertrauen in McLarens Fähigkeiten verloren habe, ihm ein Cockpit in der Formel 1 zu verschaffen. McLaren reichte daraufhin Klage wegen Vertragsbruchs ein.
Seit dem 10. Oktober 2025 wurde der Fall vor dem High Court in Großbritannien verhandelt. In diesem Zuge erhoben beide Parteien Vorwürfe - die glaubhafteren kamen aber offenbar von Brown und Co., die sich nun über eine üppige Finanzspritze freuen dürfen.


