Vor wenigen Tagen verkündete Formel-1-Rennstall Ferrari, dass Lewis Hamilton in der Saison 2026 einen neuen Renningenieur an seine Seite gesetzt bekommt. Martin Brundle wundert dabei nur eine Sache: Dass der Wechsel nicht schon viel früher passiert ist.
Geht es nach dem ehemaligen Formel-1-Piloten Martin Brundle, hätte Ferrari den Renningenieur von Lewis Hamilton schon während der vergangenen Saison wechseln müssen. Die nun erfolgte Absetzung von Riccardo Adami war in seinen Augen überfällig.
Er sei "überrascht", dass Adami nicht schon früher ausgetauscht wurde, "wenn man sich anschaut, was im letzten Jahr passiert ist", sagte Brundle gegenüber "Sky Sports". Damit spielte der Ex-Pilot auf die zahlreichen Missverständnisse zwischen Hamilton und Adami an, die am Funk immer wieder herauszuhören waren.
Laut Brundle war es sogar ein Fehler von Ferrari, den Italiener überhaupt "ins Ohr" des siebenmaligen Weltmeisters zu setzen.
Brundle: Adami von Beginn an eine Fehlbesetzung
"Ich habe vorher gesagt, dass Lewis mit einem Team zu Ferrari wechseln soll, damit sie die 'Lewis-Sprache' verstehen, zumindest, wenn er im Auto sitzt. Was seine Aussagen bedeuten, wie man sie interpretieren muss und was er hinter dem Steuer wirklich braucht", erklärte Brundle.
Hamilton hätte diese Hilfe gebraucht, um bei der Scuderia direkt erfolgreich zu sein, ergänzte der Ex-Fahrer, der seit vielen Jahren als "Sky Sports"-Experte tätig ist. Im Laufe der letzten Monate sei schließlich klar geworden, "dass sich etwas ändern musste".
Ferrari hatte das Adami-Aus Anfang des Jahres offiziell kommuniziert. Das Team versetzte den Ingenieur in die hauseigene Nachwuchsakademie. "In dieser Rolle bringt er seine umfangreiche Erfahrung an der Rennstrecke sowie seine Formel-1-Expertise ein, um die Entwicklung zukünftiger Talente zu fördern und die Leistungskultur innerhalb des Programms weiter zu stärken", hieß es in einer offiziellen Mitteilung.
Wer Hamilton 2026 als Renningenieur zur Seite steht, werde man "zu gegebener Zeit bekannt geben", verkündete das Team zudem.


