Die deutschen Handballer feierten bei der Europameisterschaft in Dänemark am Donnerstag einen immens wichtigen Sieg zum Hauptrunden-Start. Der letzte Treffer gegen Portugal hätte aber nicht zählen dürfen, wie die EHF offiziell bestätigte.
Was war passiert? Beim Stand von 31:30 ließen sich die DHB-Stars bis zum Anwurf zunächst reichlich Zeit. Anschließend fand Justus Fischer seinen Teamkollegen Renars Uscins, der mit der Schlusssirene noch auf 32:30 stellte. Allerdings hatten sowohl Uscins als auch der starke Miro Schluroff beim Anwurf bereits deutlich die Mittellinie überquert.
Der europäische Handballverband bestätigte wenige Stunden nach dem Spielende, dass der letzte Treffer nicht hätte zählen dürfen. "Eine Wiederholung des Einwurfs wäre zwar das korrekte Vorgehen gewesen, hätte aber nichts an der Mannschaft geändert, die im Ballbesitz war", heißt es in der offiziellen Mitteilung der EHF dazu.
Doch weshalb kam der Videobeweis nicht zum Einsatz? "Gemäß den IHF-Video-Replay-Regeln war diese Situation nicht zur Überprüfung geeignet, da sie nicht unter die Bestimmungen der VR-Regelung Situation Nr. 9 ("Spielentscheidende Situationen") fällt, zu denen Entscheidungen über 7-Meter-Würfe, Strafen oder Entscheidungen gehören, die zu einem Wechsel des Ballbesitzes führen können", klärte die EHF auf.
Packende Hauptrunde bei der Handball-EM
Am Sieg der deutschen Mannschaft hätte eine Wiederholung fünf Sekunden vor dem Ende wohl nichts mehr geändert. Für die DHB-Auswahl war der Erfolg gegen die starken Portugiesen extrem wichtig. Denn: Nur die ersten beiden Plätze jeder Hauptrundengruppe qualifizieren sich für das anschließende Halbfinale. Die Konkurrenz in der sechs Mannschaften umfassenden Gruppe I ist groß.
Mehr dazu:
Am Samstagabend (20:30 Uhr im sport.de-Liveticker) geht es für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason gegen Norwegen weiter.
Anschließend warten noch Weltmeister und Olympiasieger Dänemark (Montag, 20:30 Uhr) sowie EM-Titelverteidiger Frankreich (18 Uhr).






