Der ambitionierte Radsport-Rennstall Red-Bull-Bora-Hansgrohe setzt bei der diesjährigen Tour de France auf eine Doppelspitze aus Senkrechtstarter Florian Lipowitz und Neuzugang Remco Evenepoel. Kein Platz bleibt für Altstar Primoz Roglic. Teamchef Ralph Denk begründete diese Entscheidung nun.
Statt auf den letzten Karriere-Metern einen letzten Anlauf bei der Tour de France zu wagen, muss Radsport-Star Primoz Roglic im Sommer seinen Teamkollegen von außen die Daumen drücken. Für den 36-jährigen Slowenen haben sich die Verantwortlichen von Red-Bull-Bora-Hansgrohe einen anderen Plan ausgedacht: Er soll im Frühherbst bei der Vuelta nach seinem fünften Titel greifen, was seine letzte Teilnahme an einer Grand Tour bedeuten könnte.
Roglic sei "sehr professionell", betonte Teamchef Ralph Denk in einem Interview mit der spanischen "Marca" mit Blick auf dessen Chancen in Spanien: "Er hat erst spät mit dem Radsport begonnen, deshalb kann er länger auf höchstem Niveau fahren als andere Fahrer. Ich bin zuversichtlich, dass er die fünfte Vuelta a España gewinnen kann, aber dafür muss er sich sehr gut vorbereiten."
Denk zufolge verzichtet man im Team auch deshalb auf seine Unterstützung beim Jahres-Highlights in Frankreich. "Daher die Entscheidung, nicht mit ihm bei der Tour de France anzutreten, um bei ihm voll und ganz den Fokus auf die Vuelta zu legen."
Tour de France 2026: Denk noch "ziemlich gelassen"
Dort will der ambitionierte Rennstall erneut mit einer Doppelspitze antreten, diesmal bestehend aus Florian Lipowitz und Remco Evenepoel.
Wie es genau um die Hierarchie im Team stehen wird, sei noch unklar. "Das müssen wir noch analysieren, es ist ja noch mehr als ein halbes Jahr Zeit. Wir werden sehen, wie die Situation während des Rennens ist, aber unser Ziel ist es, mit einer Doppelstrategie zu starten, um mehr Chancen zu haben. Dann werden wir sehen, wer besser ist."
Wichtig sei für den Teamchef zunächst einmal, dass seine beiden Top-Fahrer "mit dieser Konstellation zufrieden sind". Eine erste Probe findet im März bei der Volta Ciclista a Catalunya statt. "In Katalonien werden beispielsweise beide zusammen antreten, und wir werden sehen, wie sich der Kampf entwickelt. Im Moment bin ich ziemlich gelassen", fügte Denk hinzu.







