Dreistigkeit siegt: Der norwegische Skilangläufer Einar Hedegart hat sich zwei Wochen vor Beginn der Winterspiele auf die Olympia-Strecke im italienischen Tesero geschlichen.
"Es haben mich nicht viele Leute aufgehalten, also bin ich einfach hineingegangen. Die Arbeiter haben nur dumm geguckt", sagte der Gold-Kandidat dem TV-Sender NRK.
Der ehemalige Biathlet Hedegart hatte im Dezember zwei Weltcupsiege über zehn Kilometer gefeiert und reiste daher schon früh zur Vorbereitung nach Italien.
Bei seiner Stippvisite ließ er sich auch von verschlossenen Zäunen nicht aufhalten. "Es war gut, einen Eindruck von der Strecke zu bekommen, da ich noch nie dort war. Es ist ein schwieriger Kurs - schwieriger als jeder, den ich schon gesehen habe", sagte er.
Bei Olympia fällt die Entscheidung über zehn Kilometer am 13. Februar im freien Stil, Hedegart fordert dann seinen Teamkollegen und Topfavoriten Johannes Hösflot Kläbo heraus. "Ich habe einen Plan. Und je besser ich die Strecke kenne, umso eher wird der Plan Realität", sagte Hedegart.