Biathlon-Hoffnungsträgerin Selina Grotian hat ihr Olympia-Ticket in der Tasche. Dabei verlief die bisherige Saison für die deutsche Skijägerin nicht immer einfach.
Grotian verpasste im Dezember krankheitsbedingt die Weltcup-Stationen in Hochfilzen und Annecy. Erst im neuen Jahr kehrte die 21-Jährige auf die Biathlon-Bühne zurück.
"Es war eine sehr schwierige Zeit für mich. Ich hatte gehofft, in Annecy mein Comeback zu geben, aber nachdem ich zuvor ein paar leichte Langlauf-Einheiten absolviert hatte, wurde mir klar, dass mein Körper einfach noch nicht bereit war", blickte Grotian jetzt im Gespräch mit dem internationalen Biathlonverband IBU zurück.
Für die junge Skijägerin ging es nach ihrem Comeback um das Erfüllen der zweiten Teil-Norm für Olympia 2026. In Oberhof gelang ihr dies zunächst noch nicht. In Ruhpolding konnte Grotian schließlich aufatmen. Die Tage in Bayern seien für sie entsprechend herausfordernd gewesen, offenbarte die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin.
Biathlon-Star erfüllt sich "Kindheitstraum"
Durch das Lösen des Olympia-Tickets sei ihr "eine große Last von den Schultern genommen worden", führte Grotian aus.
Die deutsche Biathlon-Hoffnungsträgerin erklärte: "Der Druck der letzten Wochen war enorm, und natürlich wollte ich zeigen, dass ich wirklich in diese Olympiamannschaft gehöre. Die Teilnahme an den Spielen in Antholz war ein Kindheitstraum von mir und das Hauptziel, auf das ich in den letzten beiden Saisons hingearbeitet habe."
Mehr dazu:
"Nach einem so schwierigen Start war es mein Ziel, an das Niveau der letzten Saison anzuknüpfen. Ich weiß, wozu ich fähig bin, aber es ist nicht immer einfach, das auch umzusetzen. Hinzu kommt, dass das Niveau im Feld in dieser Saison deutlich höher geworden ist", resümierte Grotian nach einem 15. und einem 13. Platz in Ruhpolding.
Neben der 21-Jährigen bilden Janina Hettich-Walz, Franziska Preuß, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt und Anna Weidel das deutsche Olympia-Sextett bei den Skijägerinnen.




