Schock in letzter Sekunde: Eintracht Frankfurt scheidet als erster deutscher Teilnehmer aus der Champions League aus.
Regungslos standen die Spieler von Eintracht Frankfurt auf dem Rasen, "Fußballgott" Alex Meier versuchte, seine Schützlinge aufzubauen. Auf bittere Weise und mit einer defensiv erneut unzureichenden Leistung ist Eintracht Frankfurt aus der Champions League ausgeschieden. Das 2:3 (1:1) bei Qarabag Agdam besiegelte das vorzeitige Aus der von Dennis Schmitt und Klubikone Meier betreuten Mannschaft.
"Es ist sehr, sehr bitter", sagte der angefressene Ansgar Knauff bei "DAZN": "Wir kriegen direkt wieder am Anfang ein Gegentor, zeigen eine gute Reaktion und schießen den Ausgleich." In der Schlussphase sei es "einfach sehr ärgerlich, dass wir die Führung nicht mitnehmen können und direkt den Ausgleich bekommen. Dass du noch das Tor bekommst am Ende, ist ärgerlich, aber der Punkt hätte uns ehrlicherweise auch nicht geholfen."
Eintracht Frankfurt verliert nach Toppmöller-Aus
In Spiel eins nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller bekam die Eintracht auch unter dem Interimsduo Schmitt und Meier ihre Abwehrprobleme nicht in den Griff - auf Toppmöllers Nachfolger wartet viel Arbeit. Die Mannschaft müsse "einfach lernen, solche Spiele nach Hause zu bringen", sagte Knauff.
Die Unsicherheit nutzte Camilo Durán (4./80.) gleich doppelt, Bahlul Mustafazada (90.+4) besiegelte das Aus. Can Uzun (10.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen und Farès Chaibi (78., Foulelfmeter) die SGE gar in Führung gebracht, ehe in einer wilden Schlussphase zwei Rückschläge folgten.
Ein Sieg wäre Pflicht gewesen, um im abschließenden Heimspiel der Ligaphase gegen Tottenham Hotspur kommende Woche noch Chancen auf das Weiterkommen zu haben. Nun verlor die Partie jegliche Brisanz.
Schmitt erweckte vor seinem Debüt einen sehr fokussierten Eindruck. Er wusste um die "große Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen." Im Angriff machte sich die Personalnot bemerkbar, wegen zahlreicher Verletzungen und weil die Winter-Zugänge nicht für den Europapokal gemeldet sind, stellte Schmitt Uzun anstelle eines "echten" Mittelstürmers auf.
Später Schock für Eintracht Frankfurt
Ohne eigene Fans, die wegen Fehlverhaltens bei vergangenen Auswärtsspielen in der Königsklasse nicht zur Partie nach Baku reisen durften, dauerte es keine vier Minuten bis zum ersten Frankfurter Schock. Kaua Santos hielt zunächst gegen Leandro Andrade, ehe Durán den Abpraller abstaubte. Mit ihrer ersten mutigen Aktion schlug die Eintracht zurück. Nach einem Sololauf von Ritsu Doan kam Uzun eher zufällig an den Ball und schob aus 15 Metern ein.
In der Schlussphase war die Eintracht zunächst im Glück: Mustafazada rempelte Ansgar Knauff ungestüm über den Haufen, Schiedsrichter Sandro Schärer gab Strafstoß. Kurz zuvor hatte der Schweizer auf der anderen Seite eine ähnliche Szene laufen lassen. Der eingewechselte Chaibi verwandelte souverän. Die Freude hielt aber nur kurz, Duràn traf fast im Gegenzug zum Ausgleich, ehe es mit der letzten Aktion des Spiels noch schlimmer kam.












































