2023 verließ der frühere Rekord-Einkauf Lucas Hernández den FC Bayern in Richtung Paris Saint-Germain. Jetzt werden in seiner Heimat schwere Vorwürfe gegen den 29-Jährigen und seine Verlobte Victoria Triay erhoben.
Wie "Paris Match" unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, werden Hernández und Triay von einer kolumbianischen Familie wegen Menschenhandels und illegaler Beschäftigung angeklagt.
Zwischen September 2024 und November 2025 sollen der Vater, seine Frau und ihre drei Kinder von dem Paar ohne rechtlichen Rahmen und mit überlangen Arbeitszeiten beschäftigt worden sein, heißt es.
Eine entsprechende Anzeige sei demnach kürzlich bei der Staatsanwaltschaft Versailles eingereicht worden.
Die kolumbianische Familie soll in dem genannten Zeitraum verschiedene Tätigkeiten für Hernández und Triay ausgeübt haben, als Hausmeister, Sicherheitspersonal, Haushälter, Köche und Kindermädchen, heißt es in dem Bericht weiter.
72 bis 84 Stunden Arbeit pro Woche?
Die 27-jährige Tochter schilderte "Paris Match", sie habe Triay in Kolumbien kennengelernt und sei mit ihr in Kontakt geblieben.
"Dann kontaktierte sie mich erneut und bat mich, für sie zu arbeiten. Sie versprach mir, mir innerhalb von sechs Monaten die erforderlichen Dokumente zu besorgen, damit ich einen legalen Status hätte und mit ihnen überallhin auf der Welt reisen könnte", sagte die Frau.
Sie sei dann mit einem Touristen-Visum nach Frankreich eingereist, später seien auch ihr Vater, ihre Mutter und zwei Brüder nachgekommen. "Uns wurde eine gute Lebensqualität versprochen und dass wir legal in Frankreich bleiben könnten", erklärte die 27-Jährige.
Doch es kam anders. Als Arbeitskräfte angemeldet wurden die Familienmitglieder demnach nicht. Sie hätten zwischen 72 und 84 Stunden pro Woche für Hernández und Triay gearbeitet und seien dafür unzureichend bezahlt worden, schilderte die Frau.
Lucas Hernández "fassungslos" wegen der Vorwürfe
Erst nach einem Streit mit Triay im Oktober 2025 habe sich Hernández um die erforderlichen Dokumente sowie Arbeitsverträge gekümmert.
"Psychisch geht es mir nicht gut. Körperlich auch nicht. Ich fühle mich ausgenutzt, frustriert und schlecht behandelt", sagte die 27-Jährige. "Wir wurden ausgebeutet und gedemütigt und erhielten weit weniger Lohn, als uns zugestanden hätte."
Die Hernández-Seite reagierte gegenüber "Paris Match" bereits auf die Vorwürfe. Berater Frank Hocquemiller teilte mit, weder der Fußball-Profi noch Triay wüssten von einer Anzeige. Das Paar sei "fassungslos".




























