Kein Bundesligist schafft es 2025/2026, dem FC Bayern halbwegs konstant Paroli zu bieten - auch nicht Borussia Dortmund auf Tabellenplatz zwei. Dass nun dauerhaft Langeweile an der Spitze herrschen wird, glaubt BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke dennoch nicht.
"In dieser Saison ist die Dominanz extrem, das stimmt. Aber schauen wir einmal zurück: 2023 hatten wir bis zum letzten Spieltag einen Meisterschaftskampf, in dem wir am Ende die Schale noch aus der Hand gegeben haben. 2024 wurde Leverkusen Meister. Insofern ist es nicht so, als wäre es in der jüngeren Vergangenheit immer eine glasklare Angelegenheit für die Bayern gewesen", gab Watzke in der "Sport Bild" zu bedenken.
Nach 18 Spieltagen haben die Münchner elf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Borussia Dortmund, das Torverhältnis von 71:14 unterstreicht die totale Überlegenheit des deutschen Rekordchampions.
Eine logische Konsequenz der Grundvoraussetzungen, meint Watzke: "Klar ist doch: Wenn ein Klub deutlich mehr Gehälter als alle anderen Vereine zahlen kann und dieses Geld dann auch noch sehr gut einsetzt, ist es schwierig, diese Stärke zu brechen."
Für ihn sei der FC Bayern "derzeit die beste Mannschaft Europas, das schlägt sich dann natürlich auch in der Bundesliga nieder", so der langjährige BVB-Chef.
Völler sicher: "Andere werden an FC Bayern näher rankommen"
Wie Watzke ist auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler überzeugt, dass die Bundesliga bald wieder spannendere Zeiten erleben wird.
"Vor zwei Jahren hat Bayer Leverkusen noch alles an die Wand gespielt. Jetzt ist es halt der FC Bayern. Da muss man den Hut ziehen, wie sie das machen. Nicht nur die Art und Weise, wie sie spielen, sondern auch den einen oder anderen, der ausfällt, ersetzen – das ist schon außergewöhnlich", lobte der 65-Jährige.
Und doch ist Völler nicht bange, was die Zukunft angeht: "Bayern wird zwar über zehn Jahre gesehen oft Meister werden, aber es ist nicht so, dass es immer so sein muss. Andere Vereine werden sicherlich auch wieder näher rankommen."


























