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"Riesenenttäuschung" beim Topfavoriten

Dänemark-Stars um Gidsel zeigen "Sterblichkeit"

Mathias Gidsel und Dänemark mussten eine überraschende Niederlage einstecken
Mathias Gidsel und Dänemark mussten eine überraschende Niederlage einstecken
Foto: © IMAGO/Bo Amstrup
22. Januar 2026, 05:49
sport.de
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Nach der überraschenden Niederlage bei der Handball-EM gegen Portugal (29:31) sitzt der Frust beim Topfavoriten Dänemark tief.

"Es lief fast alles schief", urteilte Dänemarks erfolgsverwöhnter Trainer Nikolaj Bredahl Jacobsen bei "TV2" und ergänzte: "Wir hatten heute viele Probleme und standen in der Abwehr nicht gut. Wir haben dumme Fehler gemacht". 

Auch Torwart Emil Nielsen sei "nicht in Form" gewesen.

Superstar Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin sprach von einer "Riesenenttäuschung". Eine derartige Leistung könne man "natürlich nicht akzeptieren".

Es wirkte fast so, als würde Gidsel die erste Niederlage in der Jyske Bank Boxen in Herning nach zwölf Jahren als eine persönliche Beleidigung empfinden. "Eine Sache ist, dass du verlierst. Das ist manchmal okay im Sport", sagte der 26-Jährige: "Aber es tut natürlich weh, wie wir heute verlieren".

Bei "TV2" zeigte sich Gidsel dann aber optimistischer. "Wir sind extrem enttäuscht, aber so ist das Leben. Man kann nicht immer gewinnen. Manchmal muss man auch mal verlieren und seine Sterblichkeit spüren. Das haben wir heute gespürt", sagte er: "Vielleicht ist es sogar gut für uns, zu wissen, dass auch die dänische Nationalmannschaft ein Handballspiel verlieren kann."

Nach der Niederlage geht Dänemark mit einer 0:2 Punkten in die Hauptrunde. Angesichts der starken Gegner Frankreich, Deutschland, Spanien und Norwegen eine ordentliche Hypothek.

"Wir haben uns selbst maximal unter Druck gesetzt und müssen die nächsten vier Spiele gewinnen. Dann müssen wir abwarten, wie es weitergeht", sagte Nationaltrainer Jacobsen, in dessen Erfolgsära mit Dänemarks scheinbar übermächtigen Ausnahmekönnern die EM-Goldmedaille noch immer fehlt.

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"Perfekter Abend" für Portugal

Bei den Portugiesen herrschte nach dem Sieg dagegen beste Stimmung.

"Es war ein perfekter Abend für uns. Wir waren in allen Phasen des Spiels großartig", schwärmte Kreisläufer Luis Frade

Rückraumspieler Salvador Salvador sagte: "Das heute war ein wichtiger Schritt, aber wir haben damit noch nichts gewonnen. Wir haben nun zwei Punkte geholt. Jetzt müssen wir mit Herz bei der Sache bleiben und an das nächste Spiel denken - das nächste Spiel ist gegen Deutschland."

Im Vorjahr hatten die Portugiesen die deutschen WM-Träume im Viertelfinale von Oslo in einem Verlängerungskrimi beendet. Frade erwartet auch in der Jyske Bank Boxen von Herning ein enges Spiel.

"Ich denke, dass sie eine wirklich starke Verteidigung haben. Sie spielen sehr intensiv. Körperlich sind sie unglaublich, die Besten", sagte der Profi des FC Barcelona. "Wir haben sie in der Vergangenheit schon einmal geschlagen. Also lasst uns versuchen, diese Energie wieder aufleben zu lassen."

Für Torhüter Martim Costa ist klar: "Unsere Defensive ist der Schlüssel." Nach dem Erfolg gegen die Dänen, die sich an der portugiesischen Deckung die Zähne ausgebissen hatten, beginne das Turnier "erst richtig".

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5DänemarkDänemarkDänemark100129:31-20
6NorwegenNorwegenNorwegen100134:38-40
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5SchweizSchweizSchweiz100135:38-30
6KroatienKroatienKroatien100125:33-80
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