Nach dem 0:2 gegen Tottenham Hotspur im Rahmen der Ligaphase der Champions League sind die Chancen des BVB auf einen Platz unter den besten Acht und damit der direkten Qualifikation für das Achtelfinale wohl nur noch theoretische. Bedingt wurde die Pleite von einem 45-minütigen Offenbarungseid und einer Roten Karte gegen Daniel Svensson. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl will das Geschehen mit dem Team aufarbeiten.
"Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen", begann der BVB-Boss seine Ausführungen bei "Amazon Prime" noch mild, ehe er dann doch hart mit dem Personal auf dem Platz ins Gericht ging. "Die erste Halbzeit war schlecht - wenig Zweikämpfe geführt, wenig direkte Duelle einfach gewonnen, wenig Intensität. Und die Chancen, die wir heute hatten, haben wir damit in der ersten Halbzeit fahrlässig verspielt."
Ein Auftreten, das Kehl so offenbar nicht stehen lassen will: "Wir werden das sicherlich auch mit der Mannschaft sehr kritisch besprechen", kündigte der Ex-Kapitän der Schwarzgelben an.
Entscheidung gegen den BVB "nicht richtig"
Zudem stellte Kehl heraus, dass er sich gegen die deutlich ersatzgeschwächten und zuletzt nicht gerade überzeugenden Spurs ein vollkommen anderes Auftreten gewünscht hätte. Zumal die Chance auf einen Platz unter den Top 8 groß war. "Wir haben jetzt nicht gegen eine Mannschaft aus Tottenham gespielt, die in überragender Form ist und die gerade vor Selbstvertrauen strotzt. Wir haben uns hier deutlich mehr erhofft und erwartet", so Kehl.
Eher wenig Verständnis zeigt Kehl unterdessen für den Platzverweis, der den BVB schon nach 24 Minuten eine Unterzahl bescherrte.
"Ich finde, dass die Rote Karte sehr hart ist", stellte Kehl klar und ergänzte: "Am Ende trifft er den Ball zunächst und ja, dann ist der Kontakt an der Wade da". Wenn man sich dieses Geschehen im Standbild anschaue, "dann kann man sagen, das ist eine Rote Karte. Aber für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intention, jegliche Intensität. Daher war die Rote Karte für mich nicht richtig."


























