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Trotz Olympia-Enttäuschung

Experte: Darum läuft es bei Karl Geiger jetzt

Karl Geiger konnte zuletzt nach einigen Sprüngen endlich wieder lachen
Karl Geiger konnte zuletzt nach einigen Sprüngen endlich wieder lachen
Foto: © IMAGO/Yohei Osada
21. Januar 2026, 07:39
sport.de
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Trotz der Olympia-Enttäuschung beim Weltcup-Wochenende von Sapporo zeigt die Formkurve bei Deutschlands angeschlagenem Skispringer Karl Geiger leicht nach oben. Ein Experte erkennt gar Anzeichen für eine Trendwende.

Karl Geiger erlebt eine Skisprung-Saison zum Vergessen. Die Vierschanzentournee geriet zu einem einzigen Debakel und auch der Traum von einer Teilnahme an den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo ist nach dem Weltcup-Wochenende von Sapporo so gut wie vom (Schanzen-)Tisch. 

In Fernost hatte Geiger den ersten Wettkampf als 27. verhauen, schaffte mit Rang 14 am zweiten Tag lediglich die Teilnorm für Olympia. Bei den Winterspielen könnte der Routinier aber lediglich als Ersatzmann dabei sein, dieser Platz ist vom DSV bisher aber nicht vorgesehen.

Nach Ansicht des früheren Bundestrainers Werner Schuster war Geigers Japan-Trip trotzdem nicht für die Katz. "Karl kennt man als Kämpfer, ein Mensch, der nie aufgibt", lobte der Österreicher bei "Eurosport" die Mentalität des 32-Jährigen.

Mittlerweile könne man erkennen, "dass einzelne Teilelemente wieder stimmen, er das langsam wieder in ein großes Ganzes gießt und jetzt wieder auf einem guten Niveau unterwegs ist", erläuterte der Experte.

Skispringen: Selbstvertrauen bei Geiger zurück

Geiger lebe von seinem starken Absprung, führte Schuster fort und gab Einblicke in seine Beobachtungen: "Die Anfahrtsposition scheint er leicht angepasst zu haben."

Den Flug nach dem Absprung "mit Selbstvertrauen fortzusetzen" - dies kehre bei Geiger "allmählich zurück und funktioniert auch ohne übermäßiges Denken", analysierte Schuster: "Vorher musste er viel mit dem Kopf dabei sein, jetzt geht es wieder etwas automatischer von der Hand."

Für den 56-Jährigen ist "Fakt": "Position und Abdruck sind nun wieder deutlich sichtbarer und so kehrt auch das Selbstvertrauen zurück."

Beweisen kann Geiger das schon am kommenden Wochenende bei einem der großen Saisonhighlights: In seiner Heimat Oberstdorf steht die Skiflug-Weltmeisterschaft auf dem Programm.

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