Harry Kane jagt den 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21 - und das, obwohl der Engländer für den FC Bayern nicht nur stürmt, sondern auch die mühsame Abwehrarbeit verrichtet und im Mittelfeld die Fäden zieht. Eine Münchner Ikone lobt Kane für sein Wirken überschwänglich.
Bei der 5:1-Gala des FC Bayern bei "Mit-Konkurrent" RB Leipzig schoss Stürmerstar Harry Kane zwar "nur" ein Tor. Aber dafür war der Angreifer auf dem Rasen mal wieder überall zu finden.
Hinten warf sich Kane wie gewohnt in die Zweikämpfe, vorne machte er seine Bude und zwischendurch glänzte er im Mittelfeld zwischen den Reihen als Ballverteiler, der seine Mitspieler mit präzisen Pässen in Szene setzte.
"Sky"-Experte Lothar Matthäus gerät angesichts dieser Versatilität des Briten ins Schwärmen. "Harry Kane funktioniert nicht nur als Torjäger, sondern auch als Spielgestalter", schreibt der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne für den Pay-TV-Sender und kommt zu dem Schluss: "Er ist der Architekt dieses Teams."
Nach 18 Ligaspielen hat der 32-Jährige bereits 21 Tore auf seinem Konto. Der Rekord von Robert Lewandowski (41) ist in Reichweite. Allerdings hatte Kanes Vorgänger deutlich mehr Fokus aufs Toreschießen und wirbelte nicht duracellhasenartig übers Feld wie Kane.
FC Bayern lässt junge Spieler aufblühen
Matthäus lobte auch Bayern-Trainer Vincent Kompany. Der Belgier habe "das große Schiff Bayern München" nach einer Eingewöhnungsphase in der Vorsaison voll im Griff. "Die Mannschaft funktioniert und davon profitiert jeder Einzelne. Niemand ruht sich auf dem Erfolg aus, alle sind hungrig - und dieser Hunger macht sie so gefährlich."
Beim FC Bayern könnten sich nun auch junge Spieler "in einer intakten Mannschaft weiterentwickeln", so Matthäus: "Bei Bayern funktioniert alles, und darum können die Jungen, egal ob rechts vorne oder links hinten, ihre Leistungen bringen."
Als Beispiele nannte der Weltmeister von 1990 Lennart Karl und Aleksandar Pavlovic. Diese seien "in ein Team gekommen, das absolut funktioniert. Wenn jeder weiß, wo seine Position ist, kann ein junger Spieler auch mal einen falschen Laufweg machen, aber es wird im Endeffekt keine Auswirkungen haben."




























