Der Griff an den Schläger, das gleichmäßige Tempo und die kompakte Ausholbewegung: Der neue, leicht veränderte Aufschlag des Weltranglistenersten Carlos Alcaraz sorgt in der Tennis-Welt für Gesprächsstoff. Der Grund? Es handele sich um eine Kopie von Novak Djokovic.
Der Altmeister aus Serbien reagierte umgehend. "Gleich als ich es gesehen habe, habe ich ihm eine Nachricht geschickt. Ich sagte, 'Wir müssen über die Urheberrechte sprechen'", scherzte Djokovic.
Mit einem Lächeln fuhr der 38-Jährige nach seinem Auftaktsieg über den Spanier Pedro Martinez fort. "Ich habe ihm gesagt, wir müssen über einen Prozentsatz seiner Gewinne sprechen", sagte Djokovic: "Ich erwarte für jedes Ass eine Beteiligung an mich. Mal sehen, ob er sich an die Vereinbarung hält."
Alcaraz hatte zuvor selbst eingeräumt, dass es eine gewisse Übereinstimmung gebe. "Ich hatte nicht vor, denselben Aufschlag wie Djokovic zu machen. Aber letztendlich sehe ich sogar die Ähnlichkeiten", hatte der Spanier vor dem Turnierstart gesagt. Doch es gehe ihm schlicht darum, seinen Aufschlag stetig zu verbessern - kleine Anpassungen inklusive.
Grand-Slam-Rekordsieger Djokovic jagt 25. Titel
Zu lockeren Auftaktsiegen hat der Aufschlag sowohl ihm als auch Djokovic verholfen. Alcaraz setzte sich am Sonntag mit 6:3, 7:6 (7:2), 6:2 gegen den Australier Adam Walton durch und trifft nun in der zweiten Runde auf Davis-Cup-Spieler Yannick Hanfmann.
Nach insgesamt sechs Grand-Slam-Titeln in Wimbledon, sowie bei den French Open und den US Open will Alcaraz nun auch in Melbourne triumphieren.
Der Grand-Slam-Rekordsieger Djokovic jagt weiter seinen 25. Titel und schlug in der ersten Runde Martinez 6:3, 6:2, 6:2. Nächster Gegner des aktuellen Weltranglistenvierten ist der italienische Qualifikant Francesco Maestrelli.






