Der deutsche Tennisprofi Daniel Altmaier hat in der ersten Runde der Australian Open eine denkwürdige Niederlage einstecken müssen. Im Duell mit dem kroatischen Routinier Marin Cilic lief beim 27-Jährigen überhaupt nichts zusammen.
Daniel Altmaier muss Melbourne mit einem 0:6, 0:6, 6:7 (3:7) im Gepäck schon wieder verlassen. Der Kroate Marin Cilic war am Montagmorgen deutscher Zeit mehr als eine Klasse stärker als der Kempener.
Vor allem in den ersten beiden Sätzen war Deutschlands aktuell zweitbester Tennisprofi völlig von der Rolle, sein Aufbäumen im dritten Satz kam zu spät. Damit verhinderte Altmaier immerhin den "Triple Bagel", also eine Niederlage ohne Spielgewinn.
Insgesamt konnte der Deutsche im Spielverlauf lediglich 58 Punkte erzielen, sein Gegenüber stand bei 94. Die ersten 13 Spiele gingen allesamt an Cilic, der 2014 die US Open gewonnen hatte. In der Weltrangliste liegt der 37-Jährige (70.) aber hinter Altmaier (44.). Der aufschlagstarke Cilic konnte zudem vor allem beim ersten Service (88% gewonnene Punkte) überzeugen, insgesamt schlug er 20 Asse.
Altmaier legt Horror-Serie hin
Bundestrainer Michael Kohlmann hatte vor der Erstrundenpartie der Australian Open noch zarte Hoffnungen geäußert, dass sein Schützling trotz eines wenig vielversprechenden Saisonstarts beim ersten Grand Slam des Jahres zu überzeugen weiß. Bei den großen Turnieren "schafft er es immer, noch einen Gang hochzuschalten", so Kohlmann zuvor.
Auch bei den ATP-Turnieren in Brisbane und Adelaide war er bereits an seiner Auftakthürde gescheitert. In Brisbane verlor er in zwei Sätzen (6:7, 0:6) gegen den Polen Kamil Majchrzak, in Adelaide war Jaume Munar (3:6, 0:6) frühzeitig Schluss. Rechnet man die Sätze zusammen, blickte Altmaier zwischenzeitlich auf eine Horror-Serie von insgesamt 25 verlorenen Aufschlagspielen nacheinander zurück. "Wenn man 25 Spiele in Folge verliert, macht man sich natürlich seine Gedanken, weshalb das passiert ist", sagte Altmaier.
"Ich habe in der Vorbereitung einiges in meinem Spiel umgestellt. Das hat im Training gut funktioniert, auch gegen gute Spieler. Im Wettkampf klappt es noch gar nicht, deshalb bin ich im dritten Satz zu meiner alten Herangehensweise zurückgekehrt. Dann wurde es eine enge Partie", so der Deutsche. Peinlich seien ihm die ersten beiden Sätze aber nicht gewesen. "So ist Tennis. Ich habe die Entscheidung getroffen, mir die Zeit gegeben, meine Dinge auch in den Matches zu probieren und da nehme ich die Meinung von außen in Kauf."
Deutlich besser war Yannick Hanfmann (7:5, 4:6, 6:4, 7:6 (7:3)) der Start in die Australian Open gelungen, auch Alexander Zverev (6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2) hatte gegen Gabriel Diallo aus Kanada keine Probleme. Am Dienstagmorgen deutscher Zeit (4:30 Uhr) steigt Jan-Lennard Struff gegen Vit Kopriva aus Tschechien ins Turnier ein.






