Mit einem zehnten Platz im Verfolgungsrennen wurde Philipp Nawrath am Sonntag bester deutsche Biathlet beim Heimspiel-Abschluss in Ruhpolding. Mit seiner Performance über die 12,5-Kilometer-Distanz zeigte sich der Routinier im Anschluss zufrieden und gab einen Ausblick auf die kommenden Wochen bis zu den Olympischen Spielen, die am 6. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden.
Als Elfter in den Verfolger von Ruhpolding gestartet, leistete sich Philipp Nawrath gleich beim ersten Liegendanschlag einen Schießfehler. Wirklich nach vorne ging es zunächst also nicht für den 32-Jährigen.
"Wenn man nicht mit hundert Prozent in ein Rennen startet - mit einem Fehler, dann ist man erst mal unzufrieden und denkt, man läuft nur hinterher. Aber wie man sieht, hat es vorne dann auch Fehler gehagelt, das hat mich natürlich im Rennen gehalten", so der DSV-Skijäger, der sich im weiteren Rennverlauf noch zwei weitere Fehler bei den drei Schießeinlagen erlaubte, am "ZDF"-Mikrofon.
Da auch die versammelte Konkurrenz um ihn herum viele Scheiben ausließ, reichte es am Ende dennoch für eine Top-Ten-Platzierung. Bitter für Nawrath: Mit einem Schießfehler weniger wäre an diesem Sonntagnachmittag sogar der Sieg möglich gewesen.
Nawrath lässt Weltcup in Nove Mesto aus
"Es war ein knappes Ding nach vorne, schade. Aber insgesamt war es ein gutes Rennen, würde ich sagen", fasste der den Verfolger zusammen.
Mit Blick auf die kommenden Wochen bis zum Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo, verriet Nawrath, auf die letzte Weltcup-Station vor Olympia in Nove Mesto am kommenden Wochenende zu verzichten: "Ich fahre jetzt nicht weiter zum Weltcup. Es kommen andere Termine mit rein, die mit abgehandelt werden. Dann geht es langsam in die Vorbereitung."
Er hoffe darauf, "mit vollen Kräften" nach Italien reisen und bis dahin noch "eine saubere Vorbereitung" hinlegen zu können.
