Der FC Augsburg gibt eine Führung gegen den SC Freiburg aus der Hand und muss sich mit einem Unentschieden begnügen.
Die wilde zweite Halbzeit ließ Michael Gregoritsch ratlos zurück. "Wir wissen selbst gerade noch nicht, was wir damit anfangen sollen", sagte der Stürmer des FC Augsburg nach dem kuriosen 2:2 (0:0) gegen den SC Freiburg, bei dem der FCA eine Zwei-Tore-Führung verspielt hatte. "Das Spiel dürfen wir nicht mehr hergeben, schon lange nicht durch zwei Standards. Es ist schade, aber so ist es."
Nach einer trostlosen ersten Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten hatte Augsburg unmittelbar nach der Pause mit einem Doppelschlag für die Führung gesorgt. Zunächst traf Alexis Claude-Maurice (47.), dann erhöhte Elvis Rexhbecaj (49.). Kurios: Rexhbecaj war zu diesem Zeitpunkt nur auf dem Feld, weil sich Kristijan Jakic auf dem Weg von der Kabine zurück zum Spielfeld an der Wade verletzt hatte. Yuito Suzuki (60.) und Igor Matanovic (62.) sorgten mit zwei ebenso schnellen Toren für den Ausgleich.
Als Tabellen-15. hat der FCA weiter nur drei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Heidenheim, der den Relegationsplatz belegt. Seit dem 2:0 gegen Bayer Leverkusen Anfang Dezember hat Augsburg nicht mehr gewonnen, nach den Treffern von Claude-Maurice und Rexhbecaj schien der FCA auf einem guten Weg.
Freiburg sogar noch mit der Chance zum Sieg
Freiburgs Trainer Julian Schuster leitete die Wende mit drei Wechseln die Wende ein. Er brachte unter anderem den Torschützen Suzuki (56.), der aus der Drehung zum 2:1 traf. Nur kurz darauf glich Matanovic aus.
"Wir haben uns zurückgekämpft und hätten sogar mehr verdient", sagte Matanovic, der mit dem SC als Achter den Kontakt zu den internationalen Plätzen hielt. Es sei "unfassbar bitter", dass Freiburg Punkte liegengelassen hatte.
Dass derart viele Tore fallen würden, hatte sich zunächst nicht angedeutet. Beide Teams neutralisierten sich in einer sehr zähen Anfangsphase, einzig der FCA hatte durch Claude-Maurice (32., 45.+6) zwei gute Chancen.
Im zweiten Durchgang wurde es deutlich ereignisreicher, Freiburg bewies dabei große Moral. Der eingewechselte Patrick Osterhage (73.) hätte gar fürs 3:2 sorgen können, Augsburgs Torhüter Finn Dahmen war aber zur Stelle. Die Gastgeber stemmten sich gegen die spielerisch überlegenen Freiburger, konnten aber nur noch selten für Entlastung sorgen.
In der Schlussphase wurde es hektisch: Freiburg jubelte über die vermeintliche Führung, doch in der Entstehung des Treffers durch Matanovic (79.) war der Ball im Aus gewesen. Schiedsrichter Martin Petersen gab das Tor nicht.


























