Der FC Bayern gerät im Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig in Rückstand, dreht nach der Pause aber voll auf und frisst die Bullen regelrecht auf. Sogar Trainer Vincent Kompany ist von seiner entfesselten Offensiv-Maschinerie erschrocken.
In der ersten Hälfte des Samstagabendspiels in Leipzig deutete nichts darauf hin, dass der FC Bayern die Sachsen demütigen würde wie noch beim 6:1 zum Hinrunden-Start in München - im Gegenteil.
Die Hausherren führten zur Pause nach einem schön herausgespielten Treffer von Romulo (20. Minute) verdient mit 1:0, vergaben mehrere gute Chancen, ihre Führung auszubauen.
Bayern-Torwart Manuel Neuer rettete sein Team mehrere Male (und das mit einem Weltklasse-Reflex auch noch in Hälfte zwei). "Man kann ihn nicht genug loben", rekapitulierte Bayern-Trainer Vincent Kompany bei "Sky" die Leistung seines Schlussmanns, der durch sein 584. Pflichtspiel im Münchner Trikot mit Klub-Überikone Franz Beckenbauer gleichzog.
Lob und Respekt zollte Kompany aber auch dem Gegner: "Die haben uns richtig Probleme gemacht in der ersten Halbzeit." Dennoch habe sein Team gewusst, das Spiel noch drehen zu können. Und das tat der Spitzenreiter eindrucksvoll.
FC Bayern ab sofort offensiv noch stärker
Serge Gnabry (50.), Harry Kane (67.), Jonathan Tah (83.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (87.) machten die nächste Tor-Orgie des Rekordmeisters klar. "Die zweite Halbzeit: Mein Gott", kommentierte Kompany von der Gefräßigkeit seiner Mannen fast erschrocken.
Perfekt sei der Auftritt aber nicht gewesen, befand der Belgier. Dafür "pure, pure Alte-Schule-Mentalität: Laufen, kämpfen, grätschen."
Für die Bayern war der Abend auch deshalb ein schöner, weil der langzeitverletzte Jamal Musiala sein Comeback feierte. "Sehr schön, dass Jamal wieder da ist nach so einer langen Zeit", sagte Gnabry.
Mit dem Offensivstar haben die Münchner in den nächsten Monaten nun noch mehr Schlagkraft - zum Fürchten.




























