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Bangen um EM-Hauptrunde

DHB-Team kassiert bitteren Dämpfer gegen Serbien

Deutschland kam gegen Serbien am Ende nicht mehr richtig durch
Deutschland kam gegen Serbien am Ende nicht mehr richtig durch
Foto: © IMAGO/Gerhard Koffler
17. Januar 2026, 22:15

Drama statt Durchmarsch: Deutschlands Handballer haben im zweiten EM-Spiel einen völlig unerwarteten Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason verlor gegen Serbien nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit mit 27:30 (17:13) und muss nun um den Einzug in die Hauptrunde bangen. Es droht sogar das Vorrunden-Aus.

Das deutsche Team führte vor 9130 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen zur Pause noch komfortabel, brach dann aber ein.

In der Schlussphase schien das DHB-Team das Ruder noch einmal herumzureißen, lag fünf Minuten vor dem Ende auch dank der Paraden des eingewechselten Andreas Wolff mit 25:24 vorn. Die Serben bewiesen in den dramatischen Schlussminuten aber die besseren Nerven. 

Die Abwehr präsentierte sich ungewohnt löchrig. Im Angriff, der im ersten Abschnitt noch mit Tempo und Spielfreude geglänzt hatte, reihte sich plötzlich Fehler an Fehler. 

Etliche Torschancen blieben ungenutzt, hinzu kamen Ballverluste durch technische Fehler, so dass am Ende die erste Niederlage gegen Serbien überhaupt stand. Beste Werfer der DHB-Auswahl, die zum Auftakt am Donnerstag noch gegen Österreich (30:27) gewonnen hatte, waren Renars Uscins und Miro Schluroff mit jeweils sechs Treffern.

Deutschland jetzt unter Druck

Deutschland steht im abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF) nun unter enormem Druck. Das DHB-Team hat wie Serbien 2:2 Punkte auf dem Konto. Spanien, das Österreich am Samstag 30:25 besiegte, steht bei 4:0 Zählern. Nur die ersten beiden Teams erreichen die Hauptrunde, die Punkte gegen die ebenfalls qualifizierte Mannschaft werden in die zweite Turnierphase mitgenommen. DHB-Ziel ist der Einzug ins Halbfinale.

Serbien spiele "einen sehr schnellen und technischen Handball", sagte Gislason vor dem Spiel in der ARD: "Da müssen wir uns auf unsere Abwehr verlassen." Zudem müsse das Tempospiel "auch besser laufen". Seine Spieler schienen ihrem Trainer gut gelauscht zu haben. Denn vor allem das schnelle Spiel funktionierte in der Anfangsphase ganz hervorragend.

Lediglich 41 Sekunden dauerte es, bis Geburtstagskind Lukas Zerbe, der am Samstag 30 Jahre alt wurde, einen Schnellangriff nach einer Parade von David Späth zum 1:0 abschloss. Als der enorm spielfreudige Knorr wenig später mit seinem dritten Treffer auf 5:4 (10.) stellte, konnte Gislason bereits das vierte deutsche Tor aus dem Tempospiel heraus notieren.

DHB-Team verliert Geschwindigkeit

Deutschland blieb am Drücker und erhöhte dank eines Doppelpacks des eingewechselten Franz Semper auf 11:8 (18.). Doch die Serben ließen sich nicht abschütteln, was vor allem an Torhüter Dejan Milosavljev vom deutschen Meister Füchse Berlin lag, der einen Sahnetag erwischte. Vor allem Schluroff war es mit seinen vier Treffern zu verdanken, dass die DHB-Auswahl dennoch mit einer Vier-Tore-Führung in die Pause ging. Schluroffs Treffer zum 16:13, den der Gummersbacher mit 134 Stundenkilometern in die Maschen hämmerte, machte Johannes Bitter am ARD-Mikrofon "sprachlos".

"Wir können es noch viel besser machen", sagte Schluroff in der Halbzeit. Es sei in erster Linie "das Tempospiel, das uns jetzt in Führung gebracht hat. Wir haben ein paar Tore über die schnelle Mitte, zweite Welle gemacht. Das hat den Ausschlag gegeben." Teammanager Benjamin Chatton schwärmte: "Die Stimmung ist fantastisch. Die Jungs agieren mit sehr viel Geschwindigkeit, wir überholen uns manchmal selbst."

Diese Geschwindigkeit kam im zweiten Durchgang allerdings fast komplett zum erliegen. Während der deutsche Angriff nun völlig überhastet agierte und von Minute zu Minute unsicherer agierte, witterten die Serben ihre Chance. Erst glichen sie nach nur zwölf Minuten aus, wenig später lagen sie 22:21 (48.) erstmals seit der Anfangsphase vorn. Auch Wolff, der den glücklosen Späth für die letzten knapp 20 Minuten ablöste, konnte das Ruder nicht mehr herumreißen.

3. Spieltag
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Österreich
Österreich
Österreich
26
12
Serbien
Serbien
Serbien
25
13
18:00
Mo, 19.01.
Beendet
Tschechien
Tschechien
Tschechien
38
17
Ukraine
Ukraine
Ukraine
29
14
18:00
Mo, 19.01.
Beendet
Deutschland
Deutschland
Deutschland
34
17
Spanien
Spanien
Spanien
32
15
20:30
Mo, 19.01.
Beendet
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Frankreich
Frankreich
Frankreich
38
20
Norwegen
Norwegen
Norwegen
34
17
20:30
Mo, 19.01.
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Di, 20.01.
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Di, 20.01.
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Island
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Di, 20.01.
Niederlande
Niederlande
Niederlande
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Georgien
Georgien
Georgien
0
18:00
Mi, 21.01.
Schweden
Schweden
Schweden
0
Kroatien
Kroatien
Kroatien
0
20:30
Mi, 21.01.
Gruppe A
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DeutschlandDeutschlandDeutschland320191:8924
2SpanienSpanienSpanien320191:8654
3ÖsterreichÖsterreichÖsterreich310278:85-72
4SerbienSerbienSerbien310282:8202
  • Hauptrunde
Gruppe B
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1DänemarkDänemarkDänemark220075:48274
2PortugalPortugalPortugal211069:6363
3NordmazedonienNordmazedonienNordmazed.201153:65-121
4RumänienRumänienRumänien200258:79-210
  • Hauptrunde
Gruppe C
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FrankreichFrankreichFrankreich3300126:88386
2NorwegenNorwegenNorwegen3201102:85174
3TschechienTschechienTschechien310291:100-92
4UkraineUkraineUkraine300377:123-460
  • Hauptrunde
Gruppe D
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SlowenienSlowenienSlowenien220079:7544
2FäröerFäröerFäröer211065:52133
3SchweizSchweizSchweiz201163:66-31
4MontenegroMontenegroMontenegro200264:78-140
  • Hauptrunde
Gruppe E
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1SchwedenSchwedenSchweden220074:60144
2KroatienKroatienKroatien220067:5894
3NiederlandeNiederlandeNiederlande200260:71-110
4GeorgienGeorgienGeorgien200258:70-120
  • Hauptrunde
Gruppe F
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1IslandIslandIsland220070:49214
2UngarnUngarnUngarn220061:47144
3PolenPolenPolen200244:60-160
4ItalienItalienItalien200252:71-190
  • Hauptrunde
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Torjäger 2026 DEN/NOR/SWE

#Name7mTore
1TschechienJonas Josef225
2UkraineIhor Turchenko021
3PortugalFrancisco Costa720
4NordmazedonienFilip Kuzmanovski619
TschechienDominik Solák019
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