Der 1. FC Köln hat dank Joker Ragnar Ache seinen Negativlauf in der Fußball-Bundesliga gestoppt und einen späten Befreiungsschlag vollbracht. Im wegweisenden Spiel gegen den FSV Mainz 05 gewann das Team von Trainer Lukas Kwasniok nach einem Doppelpack Aches nach Rückstand 2:1 (0:1) und ließ den Abwärtstrend von zuletzt acht Spielen ohne Sieg vorerst hinter sich.
Lukas Kwasniok drückte seinen Matchwinner Ragnar Ache ganz fest an sich. Mit seinem Doppelpack beim 2:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 machte der Joker aber nicht nur den Trainer des 1. FC Köln glücklich. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht marschierte Ache zu den feiernden Fans, die das Ende der Serie von acht Spielen ohne Sieg mit "Viva Colonia" feierten.
"Selbst ein Punkt wäre nicht genug gewesen", sagte FC-Profi Alessio Castro-Montes. Nach dem Rückstand durch Stefan Bell (29.) habe man "nichts zu verlieren" gehabt: "Zum Glück konnten wir es drehen."
In erster Linie wegen Aches Köpfchen. In der 57. Minute köpfte der Stürmer zum Ausgleich ein, in der 86. Minute sorgte er für den ersten Erfolg in der Fußball-Bundesliga seit Anfang November (4:1 gegen den Hamburger SV). Köln ist damit erst einmal weit weg vom Tabellenkeller.
Dort verweilt weiter Mainz. Die Rheinhessen verloren erstmals, seit Urs Fischer Anfang Dezember das Traineramt des entlassenen Bo Henriksen übernommen hat. "Die Niederlage tut ein bisschen weh. Wenn du führst, darfst du nicht so passiv werden", kritisierte Torhüter Daniel Batz.
Kwasniok gibt sich gelassen
Kwasniok übte sich vor dem Spiel in Gelassenheit. Zwar sei Ruhe in Köln eher ein Fremdwort, "aber das ist ja auch so, wenn der Erfolg da ist", sagte der 44-Jährige bei DAZN. Entsprechend wollte er die "Chance" nutzen, das Polster auf die Abstiegszone auf acht Punkte zu vergrößern. Fischer hingegen wollte mit Mainz nach dem ersten Ligasieg seit vier Monaten (2:1 gegen den 1. FC Heidenheim) nachlegen.
Vor 50.000 Zuschauern begannen die Gastgeber dominant und mit viel Ballbesitz. Erstmals gefährlich wurde es allerdings vor dem eigenen Tor. Der Mainzer Innenverteidiger Kacper Potulski scheiterte aus sechs Metern am Pfosten (19.). Mehr Aluminium-Glück hatte sein Nebenmann Bell, dessen Gewaltschuss aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor sprang.
Fortan übernahm Mainz die Spielkontrolle. Die Winter-Neuzugänge Phillip Tietz (32.) und Silas Katompa Mvumpa (36./39.) ließen weitere aussichtsreiche Chancen liegen. Köln wirkte zunehmend verunsichert und verlor die Geduld der Fans: Zur Halbzeit gab es laute Pfiffe.
Umso bemerkenswerter war der schwungvolle Beginn nach der Pause. Kwasniok wechselte dreimal, brachte unter anderem Ache. Nachdem Marius Bülter zweimal verpasste (50./55.), nickte Ache aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein. Nur wenig später hatte er den Führungstreffer auf dem Fuß, doch er verfehlte das Tor um Zentimeter. Köln blieb im Anschluss am Drücker und belohnte sich spät.

























