Zum dritten Mal im dritten Bundesliga-Spiel des Jahres 2026 hat Eintracht Frankfurt am Freitagabend drei Gegentreffer kassiert. Ohnehin zeigt sich die SGE in der laufenden Saison überaus anfällig in der eigenen Hintermannschaft, stellt mit 39 Gegentoren die schlechteste Abwehr überhaupt im deutschen Fußball-Oberhaus. Mittlerweile gerät deswegen auch Cheftrainer Dino Toppmöller öffentlich in die Kritik.
Nach dem wilden 3:3-Unentschieden bei Werder Bremen vermied Sportvorstand Markus Krösche nun erstmals eine klares Treuebekenntnis zum derzeitigen Eintracht-Coach, der die nachhaltigen Defensiv-Probleme einfach nicht in den Griff zu bekommen scheint.
Bei "Sky" fand Krösche deutliche Worte und meinte zur aktuellen Lage der Hessen: "Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen."
Der Auftritt in Bremen passte ins alarmierende Gesamtbild der Frankfurter, die derzeit auf Tabellenplatz sieben rangieren. Mit inzwischen 39 Gegentoren stellt Frankfurt die anfälligste Defensive der Liga, selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim hat einen Gegentreffer weniger kassiert.
Für Krösche ein Zustand, der nicht länger hinnehmbar ist: "Es ist wichtig, dass wir die Dinge jetzt mal besprechen, denn es sind immer wieder die gleichen Fehler. So können wir nicht weitermachen, so können wir nicht auftreten. Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen."
Auch Toppmöller selbst wird deutlich
Bei Werder Bremen hatte die Eintracht gleich zweimal geführt, ließ aber erneut defensive Stabilität und Konsequenz vermissen. Am Ende konnten die Adlerträger nach dem 3:3-Ausgleichstreffer von Ansgar Knauff in der 90+4. Minute sogar noch froh sein, überhaupt einen Zähler aus dem Weserstadion mitgenommen zu haben.
"Das war heute nicht das, wie wir unsere Mannschaft und wie wir Eintracht Frankfurt repräsentieren wollen", so Krösche weiter. Brisant: Bereits am Mittwoch wartet mit dem Champions-League-Spiel gegen Qarabag Agdam die nächste Bewährungsprobe.
Toppmöller selbst zeigte sich nach den Aussagen seines Vorgesetzten bemüht sachlich. Auf die Frage, ob dies ein persönlicher Wendepunkt sei, antwortete er: "Das Gefühl habe ich nicht. Aber am Ende geht es jetzt auch nicht darum, was ich für ein Gefühl habe. Ich glaube, dass wir alle nicht zufrieden sind mit der Punktausbeute, die wir haben und einfach auch anhand der Anzahl der Gegentore. Es ist schon ein sehr leidiges Thema. Natürlich bin ich da in allererster Linie in der Verantwortung, das ist doch klar."
Toppmöller brachte es nach den nächsten drei Gegentoren am "Sky"-Mikrofon selbst auf den Punkt: "Das geht nicht, so kann man das nicht verteidigen. Wir schießen heute im Auswärtsspiel wieder drei Tore. Und das sollte definitiv reichen um dann auch ein Fußballspiel zu gewinnen."






























