So wirklich warm wurde Lewis Hamilton 2025 mit seinem Ferrari-Renningenieur Riccardo Adami nie. Immer wieder machten Berichte die Runde, die zwei verstünden einander nicht. Jetzt ist klar: Adami wird in der kommenden Saison nicht mehr Hamiltons "Mann im Ohr" sein. Die Scuderia lobt den Italiener weg.
Riccardo Adami ist bei Ferrari nicht mehr Lewis Hamiltons Renningenieur in der Formel 1. Das teilte der Rennstall aus Maranello mit.
Adami übernimmt stattdessen eine andere Aufgabe bei Ferrari, fungiert ab sofort unter anderem als Manager der Nachwuchsakademie der Roten.
"In dieser Rolle bringt er seine umfangreiche Erfahrung an der Rennstrecke sowie seine Formel-1-Expertise ein, um die Entwicklung zukünftiger Talente zu fördern und die Leistungskultur innerhalb des Programms weiter zu stärken", schreibt Ferrari in seinem offiziellen Kommuniqué.
Wer Hamilton 2026 als Renningenieur zur Seite steht, werde man "zu gegebener Zeit bekannt geben".
Formel 1: Immer wieder Knatsch zwischen Hamilton und Ferrari
Der Brite hatte in der Vorsaison ein bitteres erstes Jahr mit Ferrari erlebt. In der Fahrer-WM belegte Hamilton lediglich Rang sechs, schaffte es nicht einmal aufs Podest und geriet im stallinternen Duell mit Charles Leclerc heftig unter die Räder.
Der 41-jährige Rekordweltmeister wies im Laufe der Saison immer wieder auf Kommunikationsprobleme zwischen sich und dem Team hin, die ihm das Leben schwer machten.
Mit Adami hatte es mehrmals am Funk gerappelt - wie etwa beim Grand Prix von Miami. "Macht eine Tee-Pause, während ihr dran seid. Come on!", ätzte der Engländer seinem Ingenieur während des Rennens in Ohr.
Hamilton war stinkig, dass ihn die Scuderia gegen Rennmitte nicht sofort am Stallrivalen Charles Leclerc vorbeilotste, obwohl er die schnelleren Reifen hatte.
Als er dann überholen durfte und in den Genuss freier Fahrt kam, konnte er sich nicht absetzen, musste dem Monegassen später wieder Platz machen. "Soll ich den auch noch durchlassen", giftete Hamilton kurz darauf, als der arme Adami ihm seinen Vorsprung auf Williams-Pilot Sainz durchfunkte. Britischer Sarkasmus traf italienischen Stolz. In Italien kam das nicht gut an.
Jetzt muss respektive darf sich Adami, der früher auch Sebastian Vettels Renningenieur war, um derlei nicht mehr kümmern.


