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Duell mit Usyk "großer Kampf"

Promoter-Legende deutet nächste Kabayel-Show an

Agit Kabayel kennt im Ring nur einen Gang: den Offensivmodus
Agit Kabayel kennt im Ring nur einen Gang: den Offensivmodus
Foto: © IMAGO/Torsten Helmke
16. Januar 2026, 17:06
sport.de
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Die Stimmung bei Agit Kabayels "Homecoming"-Triumph gegen Damian Knyba reißt sogar Box-Veteranen vom Hocker. Promoter-Legende Frank Warren sieht für den Deutschen darin ein Plus auf der Jagd nach Schwergewichts-König Oleksandr Usyk. Der Brite deutet bereits an, wann Kabayel wieder zuschlagen soll. 

Frank Warren saß bei Agit Kabayels T.-K.o.-Sieg über den polnischen Riesen Damian Knyba am vergangen Samstag in Oberhausen zwar nicht live am Ring, hat sich aber ganz genau Bericht erstatten lassen.

Ein Virus habe seine Reise in den Ruhrpott verhindert, erzählte der 72-Jährige in einem Interview auf dem Youtube-Kanal seiner Promotion-Agentur Queensberry. "Das nervt mich tierisch, denn alle, die da waren, haben gesagt, was es für eine unglaubliche Stimmung war. Leute, die seit Jahren in dem Geschäft sind, manche sagen, es war die beste Atmosphäre, die sie je erlebt haben. Das sagt einiges", so Warren.

Sein Sohn George hatte den Abend vor Ort verfolgt und danach bei "DAZN" ebenfalls gesagt, eine derartige Stimmung im Boxen noch nicht erlebt zu haben.

Video: Kabayel bereit für Usyk: "Sagt mir wo, ich komm!"

13.000 Fans, viele davon mit kurdischen Wurzeln, hatten die Rudolf-Weber-Arena in ein Tollhaus verwandelt. Kabayel gewann den Kampf nach einem Stotterstart in der dritten Runde. Nach mehreren harten Treffern des Lokalhelden geriet der 2,01 Meter große Knyba ins Wanken, der Ringrichter brach das Duell daraufhin ab. Kabayel blieb im 27. Profikampf ungeschlagen und verteidigte seinen WM-Interims-Titel des Verbandes WBC. 

"Es ist fantastisch gelaufen", resümierte Frank Warren: "Und es bereitet die Bühne, um mehr Shows dort (in Deutschland, d.Red.) zu machen. Ich hoffe, die nächste wird in einem Fußballstadion sein."

Gefragt, wann dies sein solle, antwortete der Hall-of-Fame-Promoter: "Mai oder Juni. Das ist die Absicht. Das sind unsere Ambitionen."

Warren stellt klar: Kabayel bekommt Chance gegen Usyk

Einen Stadionkampf Kabayels gegen "einen British Heavyweight" hatte auch George Warren in Oberhausen ins Spiel gebracht. Pläne für eine große Boxshow unter dem Motto "Deutschland gegen England" gibt es schon länger.

Als mögliche Gegner werden Lawrence Okolie (Nummer 1 der WBC-Rangliste), der in Oberhausen zuschaute, und WBO-Weltmeister Fabio Wardley gehandelt. Letzteren nannte Kabayel auch in seinem jüngsten Vlog auf Youtube als Option, ebenso Ex-Weltmeister Daniel Dubois. Außerhalb der Insel meldet zudem der Kroate Filip Hrgovic Ansprüche an.

Eigentlich steht Kabayel als WBC-Interims-Champion ein WM-Kampf gegen Schwergewichts-König Oleksandr Usyk zu. Der WBC hat bis dato aber keinerlei Druck auf den Ukrainer ausgeübt, den Titel gegen den Bochumer zu verteidigen. 

"Agit verdient es, er ist der Pflichtherausforderer, ungeschlagen und er liefert ab. Und er ist eine Attraktion, wie er nun bewiesen hat. Die Halle war in einem Tag ausverkauft. Er hat eine tolle Anhängerschaft hinter sich und das hat Gründe: Ja, er ist nett, aber er kann kämpfen", betonte Frank Warren.

Usyk gegen Kabayel sei "ein großer Kampf" mit Potenzial, sagte der Engländer und verwies auf die Popularität Usyks und die vielen in Deutschland lebenden Ukrainer. "Ich hoffe, wir kriegen es hin. Aber was auch immer passiert: Der Kampf wird entweder angeordnet (vom WBC, d.Red.) und Agit macht noch einen Kampf. Aber er wird seine Titelchance bekommen, wir stellen sicher, dass es passiert."

Im Mai oder Juni wird Kabayel den WBA/WBC/IBF-Weltmeister nicht vor die Fäuste kriegen. Usyk plant im selben Zeitraum einen Kampf gegen Ex-Champion Deontay Wilder in den USA. 

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