Suche Heute Live
NFL
Artikel teilen

NFL
American Football
(M)

Wunder-Touchdown reicht nicht

Overtime-Drama! Rams reißen Bears das Herz raus

Video: NFL Highlights: Rams @ Bears
19. Januar 2026, 04:11

Die Los Angeles Rams stehen nach ihrem 20:17-Sieg in der Overtime bei den Chicago Bears im NFC Championship Game. Sie mussten dafür aber eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchstehen, in der sie einen späten Tiefschlag einstecken mussten.

Rams @ Bears: Auf einen Blick

  • Die Bears waren nach einem Wunder-Touchdown Sekunden vor Schluss drauf und dran, dieses Spiel in der Overtime zu gewinnen. Doch eine Interception von Caleb Williams, die nicht auf seine Kappe ging, führte die Rams auf die Siegerstraße.
  • Beide Teams taten sich aufgrund der Witterung lange Zeit schwer, ehe die Offenses spät im Spiel dann doch übernahmen und ihre besten Leistungen zeigten.
  • Rookie-Kicker Harrison Mevis war am Ende der Held mit seinem Field Goal zum Sieg für die Gäste.

Rams @ Bears: Die Analyse

Bei Minusgraden im verschneiten Soldier Field legten die Bears einen langen Drive bis an die Red Zone hin. Doch bei 4th & 2 an der 21 überwarf Caleb Williams seinen Receiver, und Cobie Durant schnappte sich eine Interception. Zuvor hatte Rome Odunze einen möglichen Touchdown-Pass durch die Hände gleiten lassen. Erwähnt werden muss jedoch, dass die Schiedsrichter bei der Interception einen Schlag gegen Williams’ Helm übersehen haben, der eine Strafe für Roughing the Passer hätte nach sich ziehen müssen.

Im Gegenzug legten die Rams einen 14-Play-Drive hin, den Kyren Williams mit einem 4-Yard-Run in die Endzone abschloss. Im Gegenzug fanden sich die Bears ihrerseits in der Red Zone wieder. Erneut hieß es 4th Down, erneut spielte Head Coach Ben Johnson den Versuch aus, und diesmal wurde er belohnt, denn Williams fand D.J. Moore in der Endzone zum 7:7-Ausgleich.

Es folgten drei Punts in Serie, darunter eine Serie, die Bears-Safety Jaquan Brisker im Alleingang beendete – mit einem Sack bei 1st Down, einem Tackle bei 2nd und einem Pass-Breakup bei 3rd Down. Die Bears gaben den Ball ein weiteres Mal mit einem vergebenen 4th Down zurück, und die Rams punteten noch ein weiteres Mal. Bis zur Pause gelangen beiden Seiten dann noch je ein Field Goal - 10:10.

Anschließend taten sich beide Offenses weiter schwer. Nach drei Punts schnappte sich Durant seine Interception gegen Williams, und im Gegenzug fanden die Gäste ihr lange vernachlässigtes Run Game zurück. Sie verwerteten zudem einen vierten Versuch nach einem Jet Sweep von Puka Nacua mit einem zweiten Touchdown von Williams, rund neun Minuten vor Schluss.

Video: Unfassbar! Williams wirft Wunder-Touchdown

Wunder-Touchdown bringt Verlängerung

Die Antwort der Bears? Ein Drive über zwölf Plays, der jedoch an der gegnerischen 2-Yard-Linie endete. Omar Speights brach den für Luther Burden bestimmten Pass von Williams über die Mitte ab und gab den Rams den Ball mit etwas mehr als drei Minuten zu spielen wieder zurück. Was folgte, war der blanke Wahnsinn. Die Rams spielten die Uhr ein wenig herunter, liefen dabei aber nur noch konservativ, sodass sie zur Two-Minute Warning punteten. Es passierte dann, was eben in Bears-Spielen immer passiert: Die Bears marschierten, hatten dann in der Red Zone ein 4th & 4, und Williams geriet beim Dropback unter gewaltigen Druck, lief rückwärts und feuerte dann im Grunde blind in die Endzone – über Durant und in die Arme von Cole Kmet, der den Ball sicher für einen Touchdown fing! Ausgleich, Overtime!

Die Rams bekamen den Ball zuerst und wurden direkt gestoppt. Nach dem Punt übernahmen die Hausherren an der eigenen 16 und bewegten den Ball vorwärts – sogar einmal per 4th-Down-Conversion. Das Stadion kochte, bis Williams einen Shot in die Red Zone versuchte und eine Interception warf. Kam Curl schnappte sich den Ball per Hechtsprung, während D.J. Moore seine Route abbrach und nur zuschaute. Die Rams übernahmen vor geschockten Zuschauerrängen an der eigenen 22.

Stafford sagte danke und führte sein Team mit seinen besten Würfen des Abends in Field-Goal-Reichweite, wo Harrison Mevis dann seine Pflicht tat - Field Goal aus 42 Yards. Game over!

Video: Diese Interception beendet Bears-Traum

Die Rams stehen damit erstmals seit 2021 wieder im NFC Championship Game und reisen am kommenden Sonntag zu den Seattle Seahawks (Nacht auf Montag, ab 0:30 Uhr, live bei RTL). Die Bears wiederum warten seit 2010 weiter auf einen Auftritt im Championship Game.

Los Angeles Rams (12-5, #5) @ Chicago Bears (11-6, #2)

Ergebnis: 20:17 OT (7:0, 3:10, 0:0, 7:7, 3:0) BOXSCORE

Rams @ Bears: Die wichtigsten Statistiken

  • Am Ende des dritten Viertels hatte Stafford laut "ESPN Research" bereits zehn Off-Target-Würfe auf dem Konto. Das waren schon zu dem Zeitpunkt die meisten in seinen zwölf Playoff-Spielen.
  • Nach seiner Interception in der Vorwoche und den zwei Picks in diesem Spiel ist Durant der erste Rams-Spieler seit Hall-of-Famer Aeneas Williams im Jahr 2002 mit Interceptions in zwei aufeinanderfolgenden Spielen in den Playoffs.
  • Sein Touchdown kurz vor Ende war Kmets erstes Target im gesamten Spiel.
  • Williams' 14-Yard-Touchdown-Pass zum späten Ausgleich auf Kmet flog 51,2 Air Yards laut "Next Gen Stats". Das war der nach Air-Distanz längste vollständige Pass in der Red Zone seit mindestens 2016.

Der Star des Spiels: Cobie Durant (Cornerback, Rams)

Durant war kaum zu überwinden. Er fing zwei Interceptions, hatte einen Pass Breakup und eine Forced Incompletion. Zudem ließ er insgesamt nur zwei Receptions bei drei Targets für ein Passer Rating von 2,8 zu. Er hatte damit riesigen Anteil daran, dass die Rams die Begegnung lange offenhielten.

Der Flop des Spiels: Caleb Williams (Quarterback, Bears)

So spektakulär Williams in diesem Jahr auch war, so wenig zuverlässig war er in diesem Spiel. Zu oft waren seine Pässe zu ungenau, die ersten beiden Interceptions waren seine Fehler. Die Schlussphase samt Wunder-Touchdown machte es zwar besser und die Interception in der Overtime ging nicht auf seine Kappe, sondern auf die von Moore, doch letztlich waren seine Fehler eben dann doch zu viel.

Analyse: Rams @ Bears - das fiel taktisch auf

  • Über weite Strecken des Spiels haben die Rams das Run Game weitestgehend vernachlässigt und kamen dazu erst im vierten Viertel wirklich zurück. Erfolg hatten sie dann meist mit Duo- und Power-Konzepten.
  • Zuvor versuchten es die Rams meist mit relativ langen Pässen nach mehr als drei Sekunden, was zu Ungenauigkeit von Stafford führte gegen gute Downfield-Coverage der Bears. Die Bears blitzten zudem gerne bei 3rd Down über außen und störten Stafford damit zusätzlich. Zur Pause hin stellten die Rams dann eher auf schnellere, kürzere Pässe um, was half, dem Pass Rush der Bears zu entgehen.
  • Wenn die Bears blitzten, taten sie das gerne mit Defensive Backs. Dafür coverten dann Linebacker Inside-Receiver.
  • Die Rams gingen gegen ihre üblichen Tendenzen und spielten fast ausschließlich in 11-Personnel. Das zuletzt so häufig genutzte 13-Personnel dagegen wurde fast schon über Bord geworfen, sowohl beim Pass- auch als dem Laufspiel.

 

Denver Broncos
Denver Broncos
Broncos
33
3
17
3
7
3
Buffalo Bills
Buffalo Bills
Bills
30
7
3
7
13
0
22:30
Sa, 17.01.
n.V.
Beendet
Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
Seahawks
41
17
7
10
7
San Francisco 49ers
San Francisco 49ers
49ers
6
0
6
0
0
02:00
So, 18.01.
Beendet
New England Patriots
New England Patriots
Patriots
28
7
14
0
7
Houston Texans
Houston Texans
Texans
16
3
7
6
0
21:00
So, 18.01.
Beendet
Chicago Bears
Chicago Bears
Bears
17
0
10
0
7
0
Los Angeles Rams
Los Angeles Rams
Rams
20
7
3
0
7
3
00:30
Mo, 19.01.
n.V.
Beendet
vollständiger Spielplan

Newsticker

Alle News anzeigen