Der langjährige Red-Bull-Verantwortliche Dr. Helmut Marko hat kurz vor der Präsentation des neuen Autos von Max Verstappen und Isack Hadjar auf die neue Saison geblickt. Sein Ex-Arbeitgeber müsse sich aufgrund der in Kraft getretenen Regeländerungen auf große Konkurrenz einstellen, so die Einschätzung des Österreichers.
Dr. Helmut Marko verfolgt die Geschicke von Red Bull auch Wochen nach seinem Abschied aus der Formel 1. Laut seiner Einschätzung wird man zunächst aber einen schweren Stand haben.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (4:00 Uhr MEZ) lässt sein Ex-Team in Kooperation mit Motorenpartner Ford in Detroit, Michigan (USA), die Hüllen fallen, um den Dienstwagen von Superstar Verstappen und Aufsteiger Isack Hadjar zu präsentieren. Womöglich am besten vorbereitet auf die neue Saison ist aber ein anderes Team. "Was man so hört, scheint Mercedes in der Motorenentwicklung am weitesten zu sein", so Marko im "ORF"-Interview.
WM-Favoriten? Marko nennt Norris und Russell
"Vergangenes Jahr war das Feld so dicht zusammen wie nie. Ich glaube, das wird sich deutlich auseinanderziehen. Ich fürchte, die Abstände werden drastisch zunehmen", orakelte der Grazer, der nach 20 Jahren bei Red Bull nach dem Saisonfinale 2025 in den Ruhestand ging: "Man muss bedenken, wir haben den Verbrennungsmotor, wir haben die Batterie, dann die Software für die Einspeisung. Also das sind einige Faktoren zusammen mit dem CO2-freien Benzin. Ich hoffe nicht, dass es solche Unterschiede geben wird wie 2014, wo Mercedes allen auf und davon gefahren ist."
Dass seine ehemaligen Schützlinge Verstappen und Hadjar nur hinterherfahren werden, glaubt Marko indes nicht. Er sei überzeugt, dass Hadjar "vom Speed her sicher auf konkurrenzfähigem Level sein wird. Es wird schwierig mit den Änderungen, aber der Fahrer wird einen entscheidenden Anteil haben". Verstappen könne ohnehin "sauschnell fahren und gleichzeitig denken".
Nach seinem Weltmeistertipp in der Königsklasse gefragt, nennt Marko aber vor allem zwei Nicht-Red-Bull-Piloten, die mit Mercedes-Power unterwegs sind: "Es könnte also wieder Lando Norris sein. Auch Williams macht einen ziemlichen Fortschritt, hört man. Und wenn George Russell an der Spitze sein will, muss er das jetzt umsetzen und um die WM fahren."



