Suche Heute Live
Skispringen
Artikel teilen

Skispringen

Norwegen-Trio lange gesperrt

Drastische Strafen nach Betrugs-Skandal im Skispringen

Magnus Brevig hat die Manipulationen bei der Skisprung-WM zugegeben
Magnus Brevig hat die Manipulationen bei der Skisprung-WM zugegeben
Foto: © IMAGO/Annika Byrde
15. Januar 2026, 20:15
sport.de
sport.de

Drastische Strafen nach dem Anzug-Betrug im Skispringen bei der Nordischen Ski-WM 2025: Ein Norwegen-Trio wurde von der FIS lange gesperrt.

Die drei Ex-Funktionäre Magnus Brevig, Thomas Lobben und Adrian Livelten werden für ihre Rolle im Anzug-Skandal bei der Skisprung-WM 2025 in Trondheim lange aus dem Verkehr gezogen. Wie die FIS am Donnerstag mitteilte, kassiert jeder von ihnen eine Sperre von 18 Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von je rund 5.000 Euro. 

In einem gemeinsamen Statement teilten die drei Norweger mit, dass sie eine Strafe grundsätzlich für richtig halten, die nun ausgesprochene aber unverhältnismäßig hoch finden. Sie sei verglichen mit früher verhängten Strafen in ähnliche Fällen "unverhältnismäßig", heißt es.

"Wir sind daher der Ansicht, dass die Entscheidung unangemessen hart ist und wir als Sündenböcke für ein größeres, systematisches Problem herhalten müssen", so Brevig, Lobben und Livelten.

Schon im Frühjahr wurde das Trio von der FIS aus dem Verkehr gezogen. Seit dem 12. März sind die drei Norweger offiziell gesperrt. Diese Zeit wird ihnen auf die 18-monatige Sperre angerechnet. 

Brevig war bei der WM 2025 als Nationalcoach der Männer tätig, Lobben als Co-Trainer. Livelten wiederum war für das Material zuständig, das den ganzen Skandal überhaupt erst auslöste. 

Video deckt Skisprung-Skandal auf

Bei der WM tauchte ein Video auf, das zeigte, wie die drei Norweger die Anzüge ihrer Athleten manipulierten und zusätzliche Bänder einnähten, um Auftrieb zu erzeugen. Der Fall schlug umgehend hohe Wellen, zahlreiche Nationen legten sofort offiziell Protest ein. 

Die FIS reagierte schon damals direkt und disqualifizierte Marius Lindvik und Johann André Forfang. Die Verantwortlichen gaben die Manipulation schließlich auch zu und erklärten, dass sie absichtlich gegen die Regeln verstoßen haben. 

Der Skandal sorgte unter anderem dafür, dass die FIS ihr Messverfahren der Anzüge veränderte, um sicherzustellen, dass künftig mit Waffengleichheit gesprungen wird. 

Newsticker

Alle News anzeigen