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Preisgeld und Tourcard futsch

Kokain-Skandal: Drakonische Strafe für Darts-Profi Taylor

Dartsprofi Dom Taylor wurde gesperrt
Dartsprofi Dom Taylor wurde gesperrt
Foto: © IMAGO/Shane Healey
15. Januar 2026, 09:25
sport.de
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Bei der Darts-Weltmeisterschaft in London war Dom Taylor am 14. Dezember bei seinem Debüt noch mit einem 3:0 gegen den Schweden Oskar Lukasiak perfekt gestartet, aufgrund eines positiven Doping-Testergebnisses im Anschluss durfte der Engländer am weiteren Turnierverlauf jedoch nicht mehr teilnehmen. Nun hat die PDC seine Sperre verkündet.

Wie der Dachverband der Professional Darts Corporation (PDC), die Darts Regulation Authority (DRA), nach dem Ende der Verhandlung des Falls mitteilte, ist Dom Taylor nach seinem positiven Dopingtest für sechs Monate gesperrt worden.

Darüber hinaus verlor Taylor sein erspieltes Preisgeld von 25.000 Pfund sowie seine Tourcard. In der Weltrangliste rutscht er zudem ab, auch muss er die Verfahrenskosten tragen.

Die DRA erklärte in einer Stellungnahme: "Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Beweise war das Komitee davon überzeugt, dass die Einnahme von Kokain und Cannabis durch Herrn Taylor außerhalb des Wettkampfs und nicht nach Beginn der Weltmeisterschaft erfolgte."

Keine Milde für Wiederholungstäter Taylor

Nicht Taylors erste Verfehlung: Schon ein Jahr zuvor hatte der 27-Jährige seine Premiere im Ally Pally verschieben müssen, nachdem er im Herbst 2024 eine positive Dopingprobe abgegeben hatte.

Video: Wann gewinnt ein Deutscher die Darts-WM?

Damals konnte der Engländer nachweisen, kein Mittel während eines Wettkampfs eingenommen zu haben, in der Folge wurde er lediglich für einen Monat suspendiert.

Da er nun allerdings zum zweiten Mal gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen hat, wurde er gemäß dem Artikel 10.9 der UKAD-Anti-Doping-Regeln für ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen.

Taylor verweist auf Schicksalsschläge

Kurz nach Bekanntwerden seiner positiven Probe hatte sich Taylor kurz vor Weihnachten zu Wort gemeldet.

Er erklärte, über Jahre hinweg versucht zu haben, Belastungen allein zu bewältigen, darunter familiäre Schicksalsschläge sowie eine zweimalige Dartitis in jungen Jahren.

Besonders der Tod eines seiner Kinder und der Jahrestag dieses Verlustes hätten seine psychische Gesundheit aber erneut stark beeinträchtigt. In dieser Phase habe er wieder zu Substanzen gegriffen, um mit der Situation umzugehen.

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