Werder Bremen hat im ersten Pflichtspiel 2026 da weitergemacht, wo man im Vorjahr aufgehört hatte. Auch beim 0:3 bei Borussia Dortmund blieben die Grün-Weißen tor- und sieglos, die Abstiegszone rückt immer näher. Wie schlecht die Stimmung bei den Hanseaten ist, offenbarte der gegen den BVB äußerst glücklose Stürmer Justin Njinmah nach dem Schlusspfiff.
Mehrfach hatte Justin Njinmah am Dienstagabend die Möglichkeit, Werder Bremen gegen Borussia Dortmund in Führung zu bringen oder später nach dem Gegentreffer zum 0:1 durch Nico Schlotterbeck auszugleichen, doch dem Angreifer versagten immer wieder die Nerven.
So blieben die Gäste zum dritten Mal in Folge torlos, der Vorsprung auf die Abstiegszone schmilzt mit jeder Woche. Der frühere Bremer und heutige "DAZN"-Experte Nils Petersen kritisierte im Zuge der Live-Übertragung des Spiels auch, dass er beim SVW einen "seriöseren Abschluss" vermisse.
Njinmah, der sich nach einem missglückten Lupfer frei vor BVB-Schlussmann Gregor Kobel in der 18. Minute angesprochen fühlen musste, reagierte genervt.
"Es ist mir relativ egal, was er sich wünscht. Ich weiß selbst, dass ich die Dinger reinmachen muss. Daran arbeite ich auch jede Woche. Ich habe es in dem Moment für richtig gehalten zu lupfen. Ich weiß nicht, ob lupfen unseriös ist. Er ist nicht reingegangen und da mache ich mir selbst am meisten Vorwürfe", entgegnete der 25-Jährige mit einer Mischung aus Wut und Selbstkritik.
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"Bin eigentlich kein Stürmer, der vorne allein spielt"
Dass Werder auch in Dortmund nichts Zählbares mitnehmen konnte, begründete Njinmah recht simpel.
"Wenn du so eine gute Anfangsphase hast, dir gute Chancen erspielst und dann so ein billiges Standardtor kassierst, dämpft das enorm die Stimmung. Hier war mehr drin, aber am Ende verlieren wir 0:3 und so ist das", bilanzierte der Aushilfs-Neuner.
Vom zunehmend in der Kritik stehenden Trainer Horst Steffen erneut als Mittelstürmer eingesetzt worden zu sein, schmeckte Njinmah derweil nicht allzu sehr.
"Dass ich eigentlich kein Stürmer bin, der vorne allein spielt, ist allen bewusst, glaube ich. Aber ist nun einmal die Rolle, die ich aktuell ausfüllen muss. Ich bin halt kein Strafraumspieler, der bei Flanken die Wucht hat oder die Bälle festmacht", stellte er fest.





























