Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) werfen ihren Schatten voraus. Biathlon-Ass Franziska Preuß wünscht sich vor allem Wettkämpfe ohne Komplikationen.
"Ich will Olympia einmal schön erleben und mit einem positiven Gefühl wieder heim nach Ruhpolding fahren", erklärte die 31-Jährige im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" vor dem anstehenden Heim-Weltcup.
Die Winterspiele seien das Ziel, betonte Preuß, "für das ich weitergemacht habe und den ganzen Sommer wieder sehr viele Stunden investiert und dafür trainiert habe. Ich war schon bei drei Olympischen Spielen und hatte immer entweder Probleme im Vorfeld oder währenddessen und habe es einfach nicht schön in Erinnerung. Das war für mich der Grund, weiterzumachen".
Im DSV-Team ist Preuß eine der großen Medaillenhoffnungen. "Ich hoffe natürlich, dass alles zusammenpasst", gab die Sportlerin des Jahres 2025 zu Protokoll: "Man kann eine Medaille nicht planen, aber ich gebe alles, was man dafür machen kann."
In den vergangenen Jahren hatten diverse Infekte Preuß immer wieder zurückgeworfen. Auch im vorolympischen Winter musste die Verfolgungs-Weltmeisterin bereits zwei Wochen aussetzen.
Die erfahrene Skijägerin isoliert sich daher weitgehend. "Ich bin da einfach anfällig und muss noch besser aufpassen. Es nervt mich mittlerweile wirklich, dass ich mich im Winter nie mit der Familie treffen oder etwas mit Freunden machen kann", gestand Preuß.
Aufsteigende Formkurve bei Biathlon-Star Preuß
In der laufenden Saison wartet Preuß noch auf ihren ersten Podestplatz in einem Einzelwettkampf. Die amtierende Gesamtweltcupsiegerin sieht sich vor dem Heimspiel in Ruhpolding dennoch auf dem richtigen Weg. Vor Olympia will sie zudem noch im tschechischen Nove Mesto starten.
In Oberhof deutete Preuß mit zwei fünften Plätzen im Sprint und im anschließenden Verfolger immerhin ihre aufsteigende Formkurve an. Mit der deutschen Staffel sprang am vergangenen Wochenende sogar der dritte Rang heraus.
