Jetzt ist klar, bei welchen großen Rundfahrten Jonas Vingegaard in diesem Jahr an den Start geht. Der Plan: Das historische Double soll her.
Rad-Star Jonas Vingegaard hofft auf einen Doppel-Coup. Genau wie sein ewiger Rivale Tadej Pogacar greift er zunächst beim Giro d’Italia und anschließend bei der Tour de France an. Das bestätigte der Däne in seinem Trainingslager in Spanien.
Vingegaard wird beim Giro sogar seine Premiere feiern. Die Italien-Rundfahrt startet in diesem Jahr am 8. Mai in Bulgarien. Im Juli will er dann den slowenischen Kontrahenten bei der Tour de France endlich wieder entthronen.
Rad-Dominator Pogacar hatte 2025 als erster Radprofi seit 26 Jahren das Double aus den beiden wichtigsten Landesrundfahrten gewonnen. Er war damit erst der achte Fahrer, dem dies gelang.
"Ich denke schon eine ganze Weile an den Giro. Es ist eines der größten Rennen im Kalender und ich bin ihn noch nie gefahren", sagte Vingegaard zur neuen Herausforderung. "Der Sieg bei der Vuelta im vergangenen Jahr hat mir noch mehr Motivation gegeben, um nun in Italien all-in auf den Gesamtsieg zu gehen. Ich hätte das Rosa Trikot gern in meiner Sammlung."
Über den Giro zum Tour-Sieg?
Sein Sportchef Grischa Niermann betonte, dass die Italien-Rundfahrt Vingegaard helfen kann, in Form für das Highlight des Jahres zu kommen. "Wir sind davon überzeugt, dass die Giro-Teilnahme gut für sein Niveau bei der Tour sein wird", sagte der deutsche Ex-Profi.
Zwar sei auch beim Giro der Gesamtsieg im Visier, das Hauptziel aber sei weiterhin ein Triumph bei der Tour de France. Vingegaard hatte die Frankreich-Rundfahrt 2022 und 2023 gewonnen. Seither dominierte Pogacar.
Mit einem Girosieg würde Vingegaard sogar das Triple perfekt machen. Neben der Tour hat er auch die spanische Vuelta bereits gewonnen. Ein Titel, der Pogacar noch feht. "Das hat bei meiner Entscheidung natürlich eine Rolle gespielt", sagte Vingegaard.
Zuletzt hatte der Brite Christopher Froome 2018 das Grand-Tour-Triple komplettiert. Ein Dreifach-Triumph aus Siegen bei Giro, Tour und Vuelta in einem Jahr hat noch kein Fahrer geschafft.




