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Unlösbare Probleme am Schießstand?

"Fehler" sorgen für Rätselraten bei Biathlon-Star

Stark in der Loipe, schwach am Schießstand: Anamarija Lampic
Stark in der Loipe, schwach am Schießstand: Anamarija Lampic
Foto: © IMAGO/pepphoto / Horst Mauelshagen
13. Januar 2026, 14:31
sport.de
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Die frühere Weltklasse-Langläuferin Anamarija Lampic gehört auch in ihrer vierten Biathlonsaison zu den absolut Schnellsten in der Loipe. Am Schießstand aber lässt die Slowenin immer noch sehr viel liegen. Warum genau, wissen sie und ihre Trainer manchmal selbst nicht. 

Anamarija Lampic ist auch in der olympischen Biathlonsaison eine der schnellsten Läuferinnen im Feld. Gemeinsam mit der Französin Justin Braisaz-Bouchet führt die Ex-Langläuferin die Laufzeittabelle klar an, deutlich vor den Öberg-Schwestern, Lou Jeanmonnot und Julia Tannheimer. So weit, so gut. 

Der sprichwörtliche Hund liegt bei der 30-Jährigen am Schießstand begraben, vor allem beim Stehendschießen. Hier trifft sie im laufenden Winter nur 56 Prozent ihrer Versuche. Anders ausgedrückt: Im Schnitt brummt sie sich in Rennen mit vier Anschlägen allein damit fünf Strafrunden auf. Damit ist sie von den Dauer-Starterinnen die mit großem Abstand schwächste Schützin. 

Woran es genau liegt, weiß weder sie selbst noch ihre Trainer. "Ihr alle wundert euch, was falsch läuft. Aber mich interessiert das überhaupt nicht, weil ich weiß, dass meine Trefferquote seit dem Sommer besser als in den letzten Jahren ist", sagte Lampic gegenüber "siol.net".

Mit dieser Aussage liegt sie durchaus richtig: Während sie in diesem Winter 56 Prozent im Stehendschießen trifft, waren es in der letzten Saison 53,5 Prozent. Eine Verbesserung, wenn auch nur eine minimale.

Lampic: "Wenn das Rennen kommt, ..."

Wie es besser werden kann? Das ist die große Frage. "Ich mache einfach Fehler, die weder ich noch die Trainer lösen können. Selbst mit einer höheren Herzrate läuft es [im Training] ok, aber wenn das Rennen kommt, mache ich Fehler, die immer identisch sind. Es ist nicht so, dass ich überall hinschieße", schilderte Lampic, dass es sich bei ihrem Problem nicht um das typische "Zitterhändchen" handelt. 

Ihre Probleme am Schießstand nimmt sie deswegen eher entspannt zur Kenntnis, weil sie Woche für Woche sieht, dass auch andere Biathletinnen große Mühe auf der Matte haben.

"Es gibt Läuferinnen, die schon seit zehn Jahren dabei sind. Auch bei ihnen geht es auf und ab. In diesem Jahr sieht man Läuferinnen, die in den letzten zwei Jahren nicht so gut waren und jetzt zurück an der Spitze sind. Und dann gibt es die, die letztes Jahr vorne waren und jetzt Probleme haben", so Lampic, die betonte, dass es erst ihr viertes Jahr im Weltcup sei. "So ist einfach der Sport, aber ich habe keine Angst oder bin nervös. Es ist einfach, wie es ist."

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