Der kenianische Laufsport hat seinen nächsten prominenten Doping-Fall: Der frühere Sieger des New-York-Marathons wird vorläufig gesperrt.
Wegen eines positiven Tests auf eine verbotene Substanz ist der kenianische Top-Läufer Albert Korir vorläufig gesperrt worden. Das teilte die Athletics Integrity Unit (AIU) am Montag mit. Bei dem Kenianer ist demnach CERA (Continuous Erythropoietin Receptor Activator) nachgewiesen worden. Das Mittel ist ein EPO-Derivat, das Wachstum roter Blutkörperchen stimulieren und dadurch die Ausdauer der Athleten verbessern kann.
Korir ist alles andere als ein Unbekannter. Er hatte 2021 den New-York-City-Marathon gewonnen - in einer Zeit von 2:08:22 Stunden. Der 31-Jährige lief auch 2025, 2024, 2023 und 2019 aufs New-York-Podium.
Auch in Ottawa und in Wien hat er Siege vorzuweisen. Seine persönliche Bestzeit liegt bei 2:06:57 Stunden. Diese stellte er 2023 in New York auf.
Noch ist unklar, ob seine letzten Ergebnisse annulliert werden. Gemäß den Richtlinien der AIU kann er gegen die Entscheidung Einspruch einlegen, bevor eine endgültige Sanktion festgelegt wird, falls er für schuldig befunden wird.
Doping-Skandal: Auch die Weltrekordlerin ist gesperrt
Eine vorläufige Sperre liegt vor, wenn ein Athlet oder eine andere Person vor einer endgültigen Entscheidung in einer Anhörung gemäß den Anti-Doping-Regeln oder dem Integritäts-Verhaltenskodex von World Athletics vorübergehend von der Teilnahme an Wettkämpfen oder Aktivitäten im Leichtathletikbereich ausgeschlossen wird.
Mehr dazu:
Kenia hat seit Jahren ein größeres Doping-Problem. Erst im vergangenen Oktober war die kenianische Marathon-Weltrekordhalterin Ruth Chepngetich für drei Jahre gesperrt worden.
Chepngetich akzeptierte die Strafe. Sie war positiv auf das harntreibende Mittel Hydrochlorothiazid getestet worden. Der erlaubte Grenzwert wurde dabei deutlich überschritten. Das Mittel kann zur Verschleierung anderer verbotener Substanzen im Urin dienen.

