Trotz der Unruhe beim Hamburger SV und der schweren Vorwürfe gegen Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz versucht Trainer Merlin Polzin, den HSV bestmöglich auf das Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen am Dienstag (20:30 Uhr) vorzubereiten.
Die Causa Kuntz sei "ein Thema" in der Mannschaft gewesen, gab Polzin zu, er habe es aber "nicht nochmal explizit angesprochen, weil auch da ganz klar mein Motto ist, dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können. Das ist die Arbeit auf dem Platz."
Zuvor hatte der HSV die Gründe für die Trennung von Kuntz konkretisiert. "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens" gegen den 63-Jährigen hätten demnach zur Vertragsauflösung Anfang des Jahres geführt, hieß es in einer offiziellen Vereinsmitteilung.
Nachdem der HSV-Aufsichtsrat im Dezember von den Vorwürfen erfahren hatte, sei "mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet" worden.
Und: "Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält."
HSV: Kuntz weist Vorwürfe "entschieden zurück"
Kuntz wies die Vorwürfe in einem Instagram-Beitrag "entschieden zurück". Er erklärte weiter: "Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" habe er seine Anwälte "darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen."
Es gilt die Unschuldsvermutung. Laut HSV-Mitteilung habe Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe" der Trennung zum Jahresende zugestimmt.
"Er war dabei anwaltlich vertreten", hieß es: "Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt."




























