Turnaround geglückt: Mervyn King hat sich nach einer schlimmen Nachricht im Jahr 2025 rehabilitiert und kehrt auf die PDC ProTour zurück. Den 59-Jährigen übermannen die Gefühle.
Er ist zurück auf der Tour: Darts-Star Mervyn King hat sich in der Q-School (Qualiturnier) neu bewiesen und für 2026 die Tour-Card ergattert. Ein besonders emotionaler Moment für den Briten.
Anschließend wurde er vor laufender Kamera gefragt, was ihm dies bedeute. "Wenn du es jetzt nicht weißt, wirst du es nie wissen", antwortete er und ließ den Emotionen und Tränen freien Lauf.
Im März 2025 war bekannt geworden, dass er rund 500.000 Pfund Steuerschulden hat, da er seine Darts-Gewinne nicht versteuert hatte. King war plötzlich insolvent. Ihm drohte eine ungewisse Zukunft.
Umso größer jetzt die Erleichterung, wieder auf dem höchsten Level dabei zu sein.
King: "Bin der glücklichste Mensch"
"Das bedeutet mir alles. Ich habe jeden Tag hart gekämpft. Heute musste einfach alles klappen", sagte der zweifache BDO-Weltmeister.
"Ich würde nicht sagen, dass alles nach Plan gelaufen ist. Es war etwas einfacher. Einige Schläge sind mir gelungen, als ich sie wirklich gebraucht habe. Auch wenn ich ein paar Tränen vergieße, bin ich im Moment der glücklichste Mensch, den man sich vorstellen kann", so King weiter.
"Es ist trotzdem harte Arbeit. Dieser Schritt und die Rückkehr auf die Tour sind für mich etwas wirklich Ernstes. Es ist fantastisch. Ich glaube immer noch, dass ich dem Spiel etwas zu bieten habe. Deshalb bin ich hier und deshalb habe ich geweint, weil ich glaube, dass ich noch nicht am Ende bin."
Einst lag King sogar auf Rang vier der PDC Order of Merit. Zuletzt bremste ihn der Schulden-Eklat aus.
Da er davon ausgegangen war, dass seine Darts-Einnahmen steuerfrei seien, wurde ihm eine enorme Steuerschuld auferlegt. Er hielt die Einnahme für Gewinne und nicht für Einkünfte, weshalb er seine Einnahmen nie beim Finanzamt angegeben hatte.
Letztendlich belief sich die Steuerschuld auf schätzungsweise 500.000 Pfund.
Zu diesem Zeitpunkt befürchtete King, sein Haus zu verlieren. "Aber wenn es so kommt, dann kommt es so. Ich kann nichts dagegen tun. Es hängt alles vom Insolvenzverwalter ab und davon, was er tun will. Ich werde fair und ehrlich mit ihm umgehen müssen, damit er alles erfahren kann, was er wissen möchte."

