Das gemeinsame Formel-1-Abenteuer von Red Bull und Ford hat zwar schon vor einigen Jahren begonnen, doch erst jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit. Motorsportdirektor Mark Rushbrook kann auch nur erahnen, wie gut das neue Aggregat wirklich ist.
Ob Red Bull mit seinen beiden Formel-1-Teams in der kommenden Saison eine gewichtige Rolle spielen kann, wird unter anderem vom neuen Motor abhängen, der gemeinsam mit Ford entwickelt und gebaut wurde. Bei den nicht öffentlichen Testfahrten in Barcelona in wenigen Tagen wird sich zumindest andeuten, wo die Reise hingeht. Eine verlässliche Prognose ist Stand jetzt noch unmöglich.
"Es ist jetzt fast drei Jahre her, dass wir unsere Partnerschaft mit Red Bull bekanntgegeben haben. Es war fantastisch, die neue Power Unit mit ihnen zu entwickeln. Aber die Zeit ist geflogen. Und plötzlich ist es so weit. [...] Wir glauben, dass wir in einer guten Position sind, aber bis wir auf der Strecke fahren, werden wir das nicht wirklich wissen", sagte Fords Motorsportdirektor Mark Rushbrook im Interview mit der "Marca".
Hat Red Bull einen Motoren-Vorteil? "Wir werden sehen"
Seit einigen Wochen gibt es bereits Gerüchte, denen zufolge Red Bull und auch Mercedes motorenseitig einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben werden. Rushbrook wollte sich diesbezüglich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und meinte lediglich: "Wir werden sehen."
Letztlich brauche es viele Faktoren, die zum Erfolg führen, betonte der Verantwortliche. "In einem Bereich einen Vorteil zu haben, bedeutet nicht, dass man generell einen Vorteil hat."
Red Bull, Ford und die wichtige Verstappen-Frage
Klar ist: Ein leistungsfähiger Motor ist für Red Bull und damit auch Ford von elementarer Bedeutung, um Max Verstappen an einem Abgang zu hindern. "Entscheidend wird die Performance auf der Strecke. Wir alle wollen gewinnen. Und bei Ford wollen wir dem besten Fahrer das beste Material geben, um zu gewinnen: das beste Auto und den besten Motor", so Rushbrook.
Letztlich sei der ganze Entwicklungsprozess eine komplizierte Angelegenheit gewesen. "Wir wussten, dass er das sein würde und das war er auch. Wir sehen in der Formel 1 ein Entwicklungstempo, dass es in keiner anderen Disziplin gibt. Das ist definitiv ein anderes Level", staunte Rushbrook, der nicht ausschließen wollte, dass der Anfang holprig wird: "Es ist schwer vorzustellen, dass wir direkt Erfolg haben werden, aber vielleicht wird es doch so sein."


