Weit weg von der mitteleuropäischen Kälte arbeitet Tyson Fury in der Sonne an seinem Box-Comeback. Sein Manager deutet bei sport.de an, wen der "Gypsy King" ins Visier nimmt - oder besser gesagt: wessen Titel.
In den Sozialen Medien ist Tyson Fury schon wieder ganz der Alte. Kein Tag vergeht, an dem der frühere Schwergewichts-Champion seine Gefolgschaft nicht teilhaben lässt, wie er an seiner Rückkehr in den Boxring arbeitet.
"Er ist an einem großartigen Ort in Thailand. Er ist wirklich heiß drauf (das Comeback), er macht ein paar neue Sachen", kommentierte Furys Manager Spencer Brown das Treiben seines Protegés am Rande des Samstagabend-Kampfes von Agit Kabayel in Oberhausen im Interview mit RTL/ntv und sport.de.
Das Comeback des 37-Jährigen - der vor Wochen noch gesagt hatte, keine Billion könne ihn aus der Rente holen - sei nur eine Frage der Zeit gewesen, sagte Brown. "Er war gelangweilt, das Kämpfen liegt ihm im Blut. Wenn man ein Jucken verspürt, kratzt man irgendwann."
Offen ist noch, wann, wo und gegen wen Fury seinen ersten Kampf seit der zweiten Niederlage gegen Oleksandr Usyk Ende 2024 bestreitet.
In englischen Medien ist das einstige Kabayel-Opfer Arslanbek Makhmudov im Gespräch. Ein Name, den auch Brown in den letzten Tagen genannt hat.
"Ich persönlich will, dass Tyson zurückkommt, wieder einen Titel gewinnt und dreimaliger Weltmeister im Schwergewicht wird", betonte der Manager und deutete einen Kampf gegen den britischen WBO-Champion Fabio Wardley an. Er habe zwar großen Respekt vor Wardley, so Brown. Aber: "Ich denke nicht, dass er ein Problem ist für Tyson. Glauben Sie, er hat Angst vor Fabio Wardley? Absolut nicht!"
Boxen: Fury vs. Wardley würde England elektrisieren
Wardley ist seit November 2025 WBO-Weltmeister im Schwergewicht, weil Usyk den Gürtel niedergelegt hatte. Ein britisches WM-Duell ließe sich im Rahmen von Furys Comeback-Narrativ auf der Insel hervorragend inszenieren und vermarkten. Und: Sollte Fury seinen Landsmann schlagen, könnte dies die Trilogie mit Usyk um erneut alle vier großen WM-Titel aufsetzen.
Fury selbst hatte Wardley kurz nach seiner Comeback-Ankündigung ebenfalls als Gegner für "später im Jahr" 2026 angekündigt. Heißt: Vor einem möglichen WM-Kampf will der "Gypsy King" offenbar einen Aufbaukampf bestreiten.
Die Box-Bibel "The Ring" hatte Ende 2025 berichtet, dass der langersehnte britische Traumkampf zwischen Fury und Anthony Joshua für dieses Jahr fest eingeplant sei. Ob Joshua seine Karriere nach seinem schweren Autounfall in Nigeria, bei dem zwe enge Freunde des Boxstars starbem, fortsetzt, ist allerdings offen.

