Der 1. FC Köln befindet sich aktuell im freien Fall. Die Stimmung rund um Trainer Lukas Kwasniok wird rauer.
Der erhoffte Befreiungsschlag auf der Ostalb blieb aus. Auch gegen den Tabellenvorletzten verpasste der 1. FC Köln einen Dreier (2:2).
Die Geißböcke warten in der Bundesliga seit dem 2. November auf einen Sieg. Seitdem gab es in sieben Spielen drei Remis und vier Niederlagen. Kein anderes Team holte in diesem Zeitraum weniger Punkte im deutschen Fußball-Oberhaus.
Die Fans setzten am Samstag ein erstes Zeichen an bzw. gegen den Trainer. "Kwasni Yok" stand auf einem Plakat, das die Ultras nach Ende der Partie in Heidenheim präsentierten. Yok ist Türkisch und bedeutet so viel wie: weg. Also quasi: Trainer raus.
Droht die Stimmung am Rhein zu kippen?
Kwasniok selbst hatte von dem Spruchband zunächst nichts mitbekommen. "Ich habe es nicht wahrgenommen, aber ich wurde darüber informiert, dass es da etwas gab", sagte der 44-Jährige. Und weiter: "Ich weiß jetzt nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme das jetzt zur Kenntnis. Wir versuchen, da irgendwie in Kommunikation zu treten, was in irgendwelcher Form Thema ist."
In der Tabelle steht der Klub noch auf Rang elf. Für einen Aufsteiger ist die Lage eigentlich immer noch in Ordnung, trotzdem wird es unruhiger in der Domstadt.
Für Furore sorgte unter anderem der Kader-Rauswurf der zwei erfahrenen FC-Profis Florian Kainz und Luca Waldschmidt. Bei Letzterem soll ein Interview in der Winterpause zu einem Denkzettel geführt haben. Dafür nahm Kwasniok zwei Youngster (Fynn Schenten und Jahmai Simson-Pusey) in die Startelf. Auch Top-Transfer Isak Johannesson durfte gegen Heidenheim keine Minute ran. Die Degradierung sorge für Zündstoff, berichtet der "kicker".
1. FC Köln: Kwasniok pocht auf harte Entscheidungen
Kwasniok sah darin "harte Entscheidungen". "Aber ich bin angetreten, nicht nur um den FC in der Liga zu halten, sondern den Klub auch zu entwickeln. Das geht nur mit harten Entscheidungen, wenn du junge Spieler förderst." Er könne "nur mit Leistungen und Punkten vorangehen, aber das ist eben der 1. FC Köln. Da ist alles etwas dynamischer."
Seine Ansage an die Aussortierten: "Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug."
Für Diskussionen sorgt auch die Debatte um Edel-Talent Said El Mala. Vielen missfällt, dass der Flügelstürmer vor allem als Joker eingesetzt wird und nicht regelmäßig in der Startelf auftaucht.
Vielleicht ja schon am kommenden Mittwochabend. Dann geht es für den 1. FC Köln im eigenen Stadion gegen den FC Bayern weiter (LIVE bei RTL und auf RTL+). Zum Rückrunden-Auftakt empfangen die Rheinländer am Samstag dann Schlusslicht 1. FSV Mainz 05.




























