Biathlon-Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet verpasst in der Verfolgung von Oberhof zwar das Podest, ist am Ende aber dennoch eine der größten Siegerinnen des Tages, weil sie selbst die schnellsten Läuferinnen in der Loipe regelrecht deklassiert.
Dass Justine Braisaz-Bouchet in der Verfolgung von Oberhof nicht auf dem Treppchen landen würde, war eigentlich schon vor dem Start klar. Die Französin ging nur als 31. und mit einem Rückstand von 1:48 Minuten ins Rennen. Diese Hypothek war zu groß für einen Podestplatz, hinderte sie aber nicht daran, noch bis auf den sechsten Rang nach vorne zu stürmen.
Verantwortlich waren allen voran ihre Beine. Mit einer Laufzeit von 26:19 Minuten deklassierte sie die Konkurrenz in der Loipe. Die zweitschnellste Läuferin des Tages, Lou Jeanmonnot, war am Ende satte 50 Sekunden langsamer als die Olympiasiegerin.
"Lauf-Wunder" Lampic war "noch nie so müde"
"Ich habe mich mit jeder Runde besser und besser gefühlt und absolut nichts zu bereuen. Ich habe sogar mein Finish noch einmal verbessert, obwohl ich Franziska Preuß nicht mehr einholen konnte. Ich bin wirklich sehr glücklich mit meinem Rennen", sagte Braisaz-Bouchet nach dem Rennen im "L'Équipe"-Interview.
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Kleiner Wehrmutstopfen für die Französin: Wäre sie am Schießstand fehlerfrei geblieben, wäre sogar Platz drei drin gewesen. Zwei Strafrunden verhinderten dies jedoch. Ihr Rückstand auf Rang drei betrug am Ende rund 17 Sekunden.
Mit einem ganz anderen Gefühl reiste dagegen das zweite "Lauf-Wunder" des Feldes aus Oberhof ab: Anamarija Lampic. Die Slowenin und frühere Langläuferin streitet sich Woche für Woche mit Braisaz-Bouchet um die Lauf-Bestzeit. In der Verfolgung verbuchte sie diesmal aber nur die 44. Zeit. Ganze 2:10 Minuten verlor sie auf die Französin.
"Das bin nicht ich. Ich war noch nie so müde und habe in allen Rennen in Oberhof gelitten", zeigte sich Lampic nach ihrem Auftritt enttäuscht.


