Mit den Olympischen Winterspielen am Horizont hat die deutsche Biathlon-Staffel am Sonntag in Oberhof Hoffnungen geweckt. Nach dem knapp verpassten Podest meldete sich David Zobel zu Wort.
Maximal entkräftet ließ sich David Zobel in den Schnee fallen, zu anstrengend war das Staffelrennen im strahlenden Sonnenschein von Oberhof gewesen. Dann bedankte sich der 29-Jährige mit Applaus für die riesige Unterstützung am Rennsteig.
Beim Heimspiel im Thüringer Wald hatten die deutschen Biathleten zuvor den nächsten Podestplatz für das DSV-Team nur um Haaresbreite verpasst.
Einen Tag nach dem dritten Rang der Frauen um Franziska Preuß kämpften Zobel und Co. in der wahrscheinlich dramatischsten Staffel seit Jahren lange ums Podium, erst auf der Zielgeraden fiel die Mannschaft auf Platz fünf zurück.
"Als ich mir die Namen angeschaut habe, wusste ich, dass ich gar nichts zu verlieren habe. Auf dem Papier sind alle stärker als ich", plauderte Zobel in der "ARD" aus dem Nähkästchen.
Der Schlussläufer ergänzte: "Es war unfassbar geil. So ein Tag, so eine geile Stimmung. Wenn ein Nachlader noch reingeht oder ein My mehr geht auf der Schlussrunde, wäre es vielleicht der perfekte Tag gewesen."
Zobel: "... dann könnten wir ein Riesenfest feiern"
Schlussendlich betrug der Rückstand des DSV-Quartetts mit Justus Strelow, Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und Zobel nach zehn Nachladern nur 5,4 Sekunden auf die siegreichen Norweger (2 Strafrunden+7 Nachlader), die sich wiederum in einem hochspannenden Finish vor Frankreich (2+9/+2,6), Schweden (0+12/+3,8) und Italien (1+9/+4,8) durchsetzten.
Stehend sei der Druck "enorm" gewesen, gestand Zobel: "Ich wollte mich nicht beeindrucken lassen. Der erste Nachlader muss halt rein, dann könnten wir ein Riesenfest feiern."
Nichtsdestotrotz war der Jubel beim eigenen Anhang nach der ersten Enttäuschung gigantisch - schließlich unterstrichen die Biathleten die eigene aufsteigende Form sowie die Medaillenambitionen für die Winterspiele in Antholz (6. bis 22. Februar).


