Der 1. FC Köln bleibt auch beim Jahresauftakt sieglos - und wartet nun schon seit sieben Liga-Partien auf einen Dreier.
Super-Joker Said El Mala stützte sich erschöpft auf die Knie, bevor er pflichtbewusst mit seinen Mitspielern abklatschte. So richtig freuen konnte sich der Shootingstar des 1. FC Köln trotz seines siebten Saisontreffers jedoch nicht. Auch der 19-Jährige hat den Aufsteiger zum Jahresauftakt in der Fußball-Bundesliga nicht aus der Negativserie befreien können.
"Ich glaube, es ist nicht so leicht, in Heidenheim was mitzunehmen", gab sich El Mala nach dem 2:2 (1:2) beim abstiegsbedrohten 1. FC Heidenheim am "DAZN"-Mikrofon dennoch positiv: "Wir haben uns vorgenommen, hier zu bestehen, Eier zu haben. Im Endeffekt können wir mit einem Punkt zufrieden sein."
Diesen hatten El Mala (48.) mit seinem vierten Joker-Tor der Saison und Eric Martel (18.) dem FC gesichert. Marvin Pieringer (15.) mit einem Traumtor und Julian Niehues (26.) hatten für Heidenheim, das vor allem in der ersten Halbzeit eine deutlichere Führung liegen ließ, getroffen. "Wenn du zweimal zu Hause in Führung gehst, musst du das Spiel einfach zu machen", ärgerte sich Pieringer bei "Sky".
Zwei Debütanten beim 1. FC Köln
FC-Trainer Lukas Kwasniok hatte zum Jahresauftakt auf zwei Debütanten gesetzt. Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey, erst vor wenigen Tagen von Manchester City zu den Kölnern gestoßen, startete in der Innenverteidigung, zudem kam der erst 18 Jahre alte Nachwuchsstürmer Fynn Schenten zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. El Mala saß zunächst nur auf der Bank.
"Es wird heiß hergehen bei kalten Bedingungen", betonte Kwasniok im dichten Heidenheimer Schneetreiben vor der Partie bei "Sky". Er sollte recht behalten. Ragnar Ache (9.) und Jakub Kaminski (11.) vergaben bereits in den Anfangsminuten gute Chancen zur Kölner Führung, beide scheiterten am Heidenheimer Torwart Diant Ramaj.
Traumtor schockt den 1. FC Köln
Stattdessen zeigten sich die Gastgeber eiskalt. Pieringer nahm eine Flanke von der rechten Seite im Fallen und mit dem Rücken zum Tor volley und traf sehenswert über Kölns Keeper Marvin Schwäbe hinweg ins Tor. Lang währte die Heidenheimer Freude jedoch nicht: Martel sorgte mit dem Hinterkopf für den postwendenden Ausgleich.
Auch danach blieb jedoch kaum Zeit zum Durchatmen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam Niehues zum Abschluss, den Simpson-Pusey letztlich unglücklich ins Tor stolperte. Heidenheim blieb in der Folge auf dem Gaspedal, Köln wirkte zunehmend überfordert. Sowohl Arijon Ibrahimovic (31.) als auch Sirlord Conteh (36.) verpassten jedoch den dritten Treffer.
Kwasniok reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit El Mala in die Partie. Und der Joker war sofort zur Stelle: Ohne große Gegenwehr zog der 19-Jährige kurz nach Wiederanpfiff von der linken Seite nach innen, sein leicht abgefälschter Schuss von der Strafraumkante schlug direkt unter der Latte ein.
Köln war nun wieder besser in der Partie. Ache (63., 90.+1) scheiterte jedoch wie schon in der ersten Halbzeit freistehend an Ramaj.






























