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Keine Chance ohne Raimund und Hoffmann

Nächster Nackenschlag für die DSV-Adler

Pius Paschke und Co. sind weiterhin auf Formsuche
Pius Paschke und Co. sind weiterhin auf Formsuche
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Wrofoto/ Piotr Ha
10. Januar 2026, 18:02

Ohne das Topduo Hoffmann und Raimund sind die deutschen Skispringer in Zakopane chancenlos.

Karl Geiger und Pius Paschke standen still an der Bande und lächelten gequält. Beim Party-Weltcup im polnischen Zakopane war den beiden gerupften DSV-Adlern gar nicht zum Feiern zumute. Platz sechs im olympischen "Super-Team"-Wettbewerb - "super" lief ohne die angeschlagenen Topspringer Felix Hoffmann und Philipp Raimund vier Tage nach der holprigen Vierschanzentournee nichts bei der deutschen B-Besetzung.

"Es ist nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der "ARD": "Der letzte Sprung beim Karl heute gibt Hoffnung, Pius ist leider zu verkrampft gewesen. Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten, wo nun die große Tournee-Anspannung weg ist."

Deutsche Skisprung-Routiniers mit Baustellen

Zwei Wochen vor der Skiflug-WM und dreieinhalb Wochen vor Olympia sind die Baustellen bei den beiden Routiniers offensichtlich. "Ich hatte mit dem Rhythmus und dem Timing wieder Probleme", sagte Geiger. Paschke vermisste bei sich "die Coolness, es im Wettkampf durchzuziehen". Am Ende stand die bislang schlechteste deutsche Platzierung in der noch jungen Geschichte dieser Disziplin.

Video: Exklusiv: Hannawald spricht Klartext

Der frühere Skiflug-Weltmeister Geiger (120,5+123,0+130,0) und der sechsmalige Weltcup-Sieger Paschke (127,5+122,0+128,5) sprangen von Beginn an hinterher und schafften es nur mit Mühe in den dritten Durchgang der besten acht Teams. Dort ging es mit mehr Anlauf immerhin noch zwei Plätze nach vorne.

Ganz vorn setzten sich die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher mit 805,9 Punkten vor Slowenien (758,3), das den frischgebackenen Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc schonte und stattdessen Anze Lanisek sowie nach abgelaufener Sperre den bei der Tournee zweimal wegen irregulärer Anzüge disqualifizierten Timi Zajc aufbot. Platz drei ging an die Polen Kacper Tomasiak und Dawid Kubacki (741,8).

Umgerechnet 65 Meter hinter Österreich

Geiger/Paschke (688,7) lagen umgerechnet 65 Meter hinter Österreich zurück, sortierten sich deutlich hinter der Schweiz (729,5) und knapp vor der Ukraine (686,1) ein.

Horngacher hatte nur ein Mini-Team mit nach Zakopane genommen, wo am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) noch ein Einzelspringen ansteht. Hoffmann (Knie) und Raimund (Erkältung) hatten gesundheitlich angeschlagen auf einen Start verzichtet.

Geiger, der in Zakopane um die Olympia-Norm kämpft, erhielt am Samstag nach einer guten Einzelqualifikation (19.) den Vorzug vor dem weiter instabilen Andreas Wellinger. Dieser war bislang der deutsche Erfolgsgarant im "Super Team": Bei allen vier Podestplätzen des DSV in der Weltcup-Geschichte gehörte Wellinger zum jeweiligen Duo - darunter bei den beiden Siegen 2023 in Rasnov (mit Geiger) und 2024 in Titisee-Neustadt (mit Paschke).

Die noch recht junge Disziplin "Super Team", bei der zwei Springer pro Nation jeweils bis zu drei Durchgänge absolvieren, ist im Olympia-Winter besonders interessant: Bei den Spielen im kommenden Monat ersetzt der Zweier-Mannschaftswettbewerb das traditionelle Teamspringen (vier Starter pro Nation).

Zakopane 2025/2026

1ÖsterreichÖsterreich805.90
2SlowenienSlowenien758.30
3PolenPolen741.80
4NorwegenNorwegen734.70
5SchweizSchweiz729.50

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