Kombiniererin Nathalie Armbruster hat beim ersten Weltcup des neuen Jahres ihr nächstes Podium eingefahren, sich aber auch dem Wetter geschlagen geben müssen.
Der zweite Teil des Massenstarts im estnischen Otepää wurde aufgrund zu starker Windböen vor dem Springen abgesagt. Der Langlauf hatte wenige Stunden zuvor noch wie geplant stattgefunden.
In Kombination mit dem provisorischen Springdurchgang vom Vortag wurde das Gesamtergebnis von der Jury zusammengesetzt: Armbruster wurde Dritte, die Weltcup-Führende Ida Marie Hagen aus Norwegen siegte.
Nachdem der Weltcup in Schonach Anfang des Jahres bereits wetterbedingt ausgefallen war, hatten die Athletinnen erneut mit der Natur zu kämpfen.
Gute Ausgangsposition für das Springen
Bei zweistelligen Minustemperaturen hatte sich Armbruster auf der Loipe als Zweite hinter Hagen eine gute Ausgangsposition für das Springen erarbeitet und ging mit 16,8 Sekunden Rückstand zur Schanze.
Da dort aufgrund der Windverhältnisse kein sicherer Wettbewerb durchgeführt werden konnte, reichte Armbruster ihr elfter Platz vom provisorischen Durchgang am Donnerstag für das viertes Podium im fünften Wettbewerb. Die Finnin Minja Korhonen wurde Zweite, Jenny Nowak belegte den achten Platz.
Die Norwegerin Hagen, die im Vorjahr im Kampf um die große Kristallkugel knapp Armbruster unterlegen war, führt die Gesamtwertung damit weiter souverän an (490 Punkte). Armbruster liegt mit 122 Punkten Rückstand auf dem dritten Platz.
Der Winter ist ein bitterer für die Kombiniererinnen: Bei den Olympischen Spielen im Februar dürfen sie nicht starten.
Umso wichtiger ist der Weltcup, am Samstag steht der nächste Wettkampf an, dann wird nach der bekannten Gundersen-Methode erst gesprungen (10.45 Uhr/Langlauf 14.30 Uhr). Am Sonntag folgt das Kompaktrennen (11.30 Uhr/15.00 Uhr).