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Späth lebt seinen Traum

Wird er der X-Faktor des DHB bei der EM?

Die Nummer 2 hinter Andreas Wolff: David Späth ist ein wichtiger Charakter im DHB-Team
Die Nummer 2 hinter Andreas Wolff: David Späth ist ein wichtiger Charakter im DHB-Team
Foto: © Goran Stanzl, dpa
09. Januar 2026, 11:12

Mit ausgebreiteten Armen, weit aufgerissenem Mund und dem rechten Bein fast im 180-Grad-Winkel parierte David Späth spektakulär einen Wurf der Kroaten. Als der Ball am Körper des deutschen Handball-Nationaltorhüters abprallte, war sein Jubelschrei gefühlt im gesamten Zagreber Hexenkessel zu hören. Späth war in der mit 15.200 Zuschauern ausverkauften Arena schließlich fast der Einzige, der seine Paraden lautstark feierte.

Am Ende des 32:29-Erfolgs im vorletzten EM-Test gegen Angstgegner und Vize-Weltmeister Kroatien hatte die "Krake" Späth insgesamt 14 Würfe entschärft. "David hat sich seit der Jugend kontinuierlich verbessert. Aus einem Riesentalent ist ein Weltklasse-Torhüter geworden", lobte Bundestrainer Alfred Gislason die Entwicklung seines 23 Jahre alten Schützlings.

EM-Generalprobe am Sonntag wieder gegen Kroatien

Mit seinen blitzschnellen Reflexen hat der junge Keeper der Rhein-Neckar Löwen großen Anteil daran, dass die DHB-Fans trotz der schweren EM-Auslosung von einem erfolgreichen Turnier träumen. Wenn Deutschland am Sonntag (18.05 Uhr/ARD/Dyn) in Hannover die Kroaten zur Generalprobe empfängt, dürfte aber Andreas Wolff zwischen den Pfosten stehen.

Gislason will beiden Torhütern vor der aus deutscher Sicht herausforderndsten EM seit Jahren viel Spielpraxis geben. Schon die Vorrundenspiele gegen Österreich (15. Januar), Serbien (17. Januar) und Spanien (19. Januar) haben es in sich. In der Hauptrunde dürften dann unter anderem Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich warten.

Späth lebt seinen Traum

Späth steht für die neue Generation im DHB-Team. Im November 2023 - wenige Monate nach dem WM-Titel mit der U21 - hatte der Nationalspieler sein Debüt bei den Profis gegeben. Seitdem bildet er mit Wolff ein Gespann, das zu den besten der Welt gehört. "David ist auf Andis Spuren", befand Gislason.

Im Spiel gegen Kroatien überzeugte Späth nicht allein durch sein ausgeprägtes Gespür für die richtigen Situationen. Vor ihm agierte eine wachsame Abwehr um Kapitän Johannes Golla, Neuling Tom Kiesler sowie die körperlich präsenten Julian Köster und Miro Schluroff, die ihrem Schlussmann viele Würfe abnahmen.

Gislason: "Einer war immer auf Top-Niveau"

Auf seine Abwehr kann sich Gislason ebenso verlassen wie auf seine Torhüter. Wenn Wolff nicht zur Stelle ist, liefert Späth. "Es gab in den vergangenen zwei Jahren kein Spiel, in dem beide einen schlechten Tag hatten. Einer war immer auf Top-Niveau", erinnerte sich Gislason und war sich sicher: "David hat eine große Zukunft vor sich."

Während Wolff bei 185 Länderspielen steht, kann Späth im Falle des Hauptrundeneinzugs bei der EM die Marke von 50 internationalen Einsätzen knacken. Auch wenn Wolff in Bezug auf Erfahrung voraus ist, weisen beide Torhüter nach 19 Spieltagen in der Bundesliga jeweils 192 Paraden vor. 

"Ich glaube, wir können Spiele in die eine oder andere Richtung entscheiden und das ist das, was mich sehr reizt, weil man der X-Faktor sein kann", sagte Späth in der ARD-Dokumentation "Generation Goldjungs" über die Faszination seines Jobs.

Wolff ist sich sicher: Späth wird der Beste

Zu seinen herausragenden Fähigkeiten gehören die Emotionen. Späth kann eine ganze Halle in Ekstase versetzen. Auf dem Feld ist er ein brodelnder Vulkan, aus dem es regelmäßig herausbricht. "Das kam in der Jugend, weil der Leistungsdruck schnell kam und ich so einen Weg für mich gefunden habe, mit den Emotionen klarzukommen", erklärte Späth seine Gefühlsexplosionen.

Während der 23-Jährige nicht allzu weit nach vorn blickt, ist Wolff überzeugt, "dass David eines Tages der beste Torhüter der Welt sein wird". Vorerst jedoch ist der 34-Jährige die klare Nummer eins im deutschen Tor – und einer der größten Hoffnungsträger für die Medaillenmission.

1. Spieltag
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Spanien
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Do, 15.01.
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Do, 15.01.
Portugal
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Rumänien
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Gruppe A
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