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Biathlon IBU-Cup
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Biathlon IBU-Cup

Am Ende fehlte keine Sekunde

Deutsches Biathlon-Talent schrammt am Podest vorbei

Marlene Fichtner verpasste das Podest hauchdünn
Marlene Fichtner verpasste das Podest hauchdünn
Foto: © IMAGO/Marcel Rotzoll
09. Januar 2026, 09:14
sport.de
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Dass sie eine gute Schützin ist, hat Marlene Fichtner auch im Rahmen des Biathlon-Weltcups schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wirklich starke Ergebnisse verhindern aber meist die überschaubaren Leistungen der 22-Jährigen in der Loipe, so auch zuletzt in Hochfilzen. Im IBU-Cup hat Fichtner nun allerdings eine Bewerbung für die Rückkehr in die Elite-Liga der Skijägerinnen abgegeben.

Beim klaren Sieg der Französin Sophie Chauveau, die die Konkurrenz läuferisch dominierte und sich keinen Schießfehler leistete, verpasste die deutsche Biathlon-Hoffnung Marlene Fichtner am Donnerstag nur haarscharf das Podest. Im verkürzten Einzel über 12,5 Kilometer landete Fichtner (0 Fehler/+1:34,5 Minuten) auf Rang vier.

Bitter: Von der vor ihr platzierten Schwedin Emma Nilsson (0 Fehler/+1:33,7) trennte die Staffel-Europameisterin von 2025 nicht einmal eine Sekunde. Rang zwei sicherte sich mit Anna Hedström (0 Fehler/+59,9 Sekunden) ebenfalls eine Schwedin.

Fichtner dürfte vor allem ihre Laufzeit ein wenig Mut machen. Die Skijägerin vom SC Traunstein wurde auf der Strecke immerhin nur von 14 anderen Athletinnen unterboten, in einer völlig anderen Liga lief dabei nur Chauveau, die Fichtner 1:30,3 Minuten abnahm und allein auf die zweitbeste Läuferin, Sophia Schneider vom DSV 37,7 Sekunden herauslief.

DSV-Biathletinnen schießen insgesamt zu viele Fehler

Apropos Schneider: Die zweimalige WM-Medaillengewinnerin mit der Staffel vergab durch drei Schießfehler ein echtes Top-Ergebnis, schnitt als Zehnte (+2:53,6 Minuten) aber beachtlich ab. Zwischen Fichtner und Schneider platzierte sich Julia Kink (2 Fehler/+2:36,6 Minuten) als zweitbeste DSV-Biathletin auf Rang sieben.

Die ebenfalls Weltcup-erfahrene Hanna Kebinger verfehlte leider satte fünf Scheiben und erreichte so nur Platz 31 (+5:29,4 Minuten), Mareike Braun setzte sogar sieben Schüsse neben das Schwarze und musste sich mit Rang 42 (+6:41,5 Minuten) begnügen. Melina Gaupp (7 Fehler/+8:08,2) blieb lediglich ein enttäuschender 65. Platz.

Weiter geht es in Arber am Samstag, wenn die Sprints der Frauen und Männer auf dem Programm stehen, am Sonntag sollen die Jagdrennen folgen.

Arber 2025/2026

1FrankreichSophie Chauveau36:21.00m
2SchwedenAnna Hedstrom+59.90s
3SchwedenEmma Nilsson+1:33.70m
4DeutschlandMarlene Fichtner+1:34.50m
5USAJoanne Reid+1:55.00m

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