Die französische Biathletin Julia Simon hat sich im Sprint von Oberhof endgültig im Weltcup zurückgemeldet. Nach ihrem dritten Platz war sie mehr als zufrieden.
Julia Simon hat am Donnerstag erstmals nach abgesessener Weltcup-Sperre eine Podestplatzierung feiern dürfen. Im Sprint von Oberhof belegte sie hinter Elvira Öberg aus Schweden und Suvi Minkkinen aus Finnland den dritten Rang. Simon kam fehlerfrei durch die zwei Schießeinlagen, am Ende fehlten ihr rund zwei Sekunden auf den zweiten und 23 Sekunden auf den ersten Platz.
"Ich bin stark gestartet", rekapitulierte die 29-Jährige ihr Rennen anschließend bei "L'Équipe" und deutete zugleich an, warum es am Ende nicht für eine noch bessere Platzierung reichte. "Auf den letzten Kilometern habe ich etwas nachgelassen. Aber es kommt wieder."
Vor allem mit ihrer Leistung am Schießstand sei sie "sehr zufrieden", so Simon: "Ich war sehr konzentriert."
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"Riesenerleichterung" für Julia Simon
Nach den turbulenten Monaten um ihre Verurteilung vor Gericht wegen Kreditkartenbetrugs, der sowohl eine eine dreimonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro nach sich zog als auch eine Wettkampf- und Trainingssperre des französischen Skiverbands, durch die sie den Saisonstart verpasste, war das Ergebnis für die Biathletin letztlich auch eine "Riesenerleichterung".
"Ich habe den Tag wirklich genossen. Ein Podiumsplatz bedeutet mir sehr viel. Vor allem, wie es gelaufen ist. Die Ausführung war gut, und das Gefühl kommt zurück. So ein Gefühl hatte ich lange nicht mehr", so die Französin.
In Oberhof steht am Sonntag (14:30 Uhr) der Verfolger der Frauen auf dem Programm. Tags zuvor findet das Staffelrennen (14:25 Uhr) statt. Bislang war Julia Simon in dieser Saison noch nicht Teil einer französischen Staffel-Auswahl. Ab dem 14. Januar geht es dann bereits in Ruhpolding mit einem weiteren Staffelrennen weiter.


