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Nach 18-Punkte-Rückstand

Mega-Comeback! Bears werfen Packers raus

Video: NFL Highlights: Packers @ Bears
11. Januar 2026, 15:14

Die Chicago Bears haben nach einem fulminanten Comeback die Green Bay Packers aus den NFL Playoffs geworfen. Caleb Williams stellte dabei sogar einen Franchise-Rekord auf.

Packers @ Bears: Auf einen Blick

  • Caleb Williams und die Bears schrieben gleich doppelt Geschichte auf dem Weg zu einem Mega-Comeback in der Wild Card Round.
  • Jordan Love überragte zwar bei den Packers, doch stand ihm am Ende ein rabenschwarzer Tag von Kicker Brandon McManus im Weg.
  • Die Bears sind nun so weit gekommen wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Packers @ Bears: Die Analyse

Die Bears begannen mit Ball und bewegten selbigen gut. Doch nach 15 Plays (rund 8 Minuten) stand letztlich nur ein 27-Yard-Field-Goal durch Cairo Santos zu Buche. Im Gegenzug brauchten die Packers deutlich weniger Plays, um übers Feld zu marschieren. Letztlich drehte Jordan Love das Spiel mit einem 7-Yard-Touchdown-Pass auf Christian Watson.

Die Bears marschierten danach erneut bis tief in die gegnerische Hälfte. Doch bei 4th & 6 leistete sich Caleb Williams eine Interception in der Red Zone. Im Gegenzug erhöhten die Packers auf 14:3 nach einem 18-Yard-Touchdown-Pass von Love auf Jayden Reed. Dabei spielten die Packers aus einer Empty-Formation und schafften es schon vor dem Snap, gegen Cover 4 Christian Watson im Slot gegen Linebacker Tremaine Edmunds zu stellen. Der lief eine Go-Route, wobei dann jedoch der Cornerback auf dieser Seite mit Watson mitging. Reed wurde also vom Linebacker übernommen, der schon im Laufduell keine Chance hatte.

Damit aber nicht genug, denn nach einem weiteren missglückten vierten Versuch (4th & 6) der Bears – dieses Mal durch einen Batted Ball an der Line – fand Love auch noch Romeo Doubs für einen kurzen TD-Pass. Die Bears vergaben einen weiteren vierten Versuch, und Kicker Brandon McManus scheiterte aufseiten der Gäste aus 55 Yards. Pausenstand: 21:3 Green Bay.

Den Bears gelang nach der Pause direkt ein Stopp, woraufhin sie einmal mehr marschierten. Am Ende stand aber erneut nur ein Field Goal durch Santos (34 YDS). Und nach einer weiteren Interception von Williams in der Red Zone schien das Spiel schon entschieden. Doch die Bears gaben im heimischen Soldier Field noch nicht auf und verkürzten durch ein weiteres Field Goal von Santos im vierten Viertel – dieses Mal aus 51 Yards. Die Packers wiederum bekamen offensiv nicht mehr viel zustande, während die Bears weiter aufdrehten.

Durch die Luft oder auf dem Boden – jetzt spielten die Hausherren deutlich besser, und Williams fand offene Receiver Downfield. Nach sieben Plays lief schließlich D’Andre Swift in die Endzone für den zweiten Bears-Touchdown im Spiel (21:16 Green Bay).

McManus mit verhängnisvollen Fehlern

Zehn Minuten vor Schluss waren die Hausherren also wieder zurück im Spiel. Die Antwort der Packers? Ihr bester Drive seit dem zweiten Viertel. Love verlegte sich hauptsächlich auf kurze Pässe und bekam dadurch einige Yards nach dem Catch – so auch am Ende auf Matthew Golden, der nach dem Catch zu einem 23-Yard-Touchdown kam. Der Extrapunkt ging daneben und brachte Green Bay 6:36 Minuten vor Ende mit 27:16 in Führung.

Williams brauchte dann nur etwas mehr als zwei Minuten, um sein Team erneut in Schlagdistanz zu bringen. Nach einem verrückten Wurf im Rückwärtsfallen bei 4th Down zu Rome Odunze fand er schließlich Olamide Zaccheaus für einen 8-Yard-Touchdown und Colston Loveland für zwei weitere Punkte. 27:24 Packers – vier Minuten vor Schluss!

Was folgte, war zwar ein erneut ordentlicher Drive der Gäste, doch sie gingen zu oft nach Catches ins Seitenaus, und zu allem Überfluss vergab Kicker Brandon McManus auch noch einen Field-Goal-Versuch aus 44 Yards. Mit 2:51 Minuten zu spielen und noch einer Timeout war die Chance also da, das Spiel noch zu drehen – für Chicago. Die Bears brauchten dann nur knapp eine Minute, um das Spiel zu drehen: Williams auf Moore für einen 25-Yard-Touchdown mit 1:43 Minuten auf der Uhr (31:27 Chicago).

Love brachte sein Team nochmal nah heran, doch dann verlor man Center Sean Rhyan mit einer Verletzung, und da LaFleur zuvor schon seine Timeouts verschwendet hatte, kostete sie das noch zehn Sekunden extra, sodass am Ende nur noch 22 auf der Uhr waren – an der 23-Yard-Linie. Weiter voran ging es dann nicht mehr.

Die Bears stehen damit erstmals seit 2010 wieder in der Divisional Round.

Video: Williams findet Odunze mit Wahnsinnswurf

Green Bay Packers (9-7-1, #7) @ Chicago Bears (11-6, #2)

Ergebnis: 27:31 (7:3, 14:0, 0:3, 6:25) BOXSCORE

Packers @ Bears: Die wichtigsten Statistiken

  • Dies war Williams' 35. Start in Serie für die Bears. Das ist die längste Serie für einen Bears-Quarterback seit 1978!
  • Der Rückstand von 18 Punkte war der höchste Halbzeit-Rückstand der Bears überhaupt in den Playoffs.
  • Für Love war es das zweite Auswärtsspiel in den Playoffs mit mindestens drei Touchdown-Pässen. Nur drei Spieler haben dies häufiger in der Playoff-Geschichte geschafft: Aaron Rodgers (4), Joe Montana, Philip Rivers und Joe Flacco (je 3).
  • Williams ist nun der erste Spieler seit mindestens 1991 mit zwei Interceptions bei 4th Down in einem Playoff-Spiel.
  • Die Packers sind das erste NFL-Team in der Playoff-Geschichte mit vier verschiedenen Wide Receivern mit jeweils mindestens einem Touchdown-Catch.

Der Star des Spiels: Caleb Williams (Quarterback, Bears)

Er warf zwar auch zwei Interceptions, doch letztlich war es Williams, der sein Team ins Spiel zurückgeholt hat, teils mit verrückten Würfen. Er zeigte in diesem Spiel, was mit ihm möglich ist. Und mit 361 Yards hat er direkt einen Playoff-Franchise-Rekord aufgestellt.

Der Flop des Spiels: Brandon McManus (Kicker, Packers)

Der Kicker hat die Packers dieses Spiel gekostet. McManus vergab zwei Field-Goal-Versuche und auch noch einen Extrapunkt. Das sind sieben Punkte, die er liegen gelassen hat. In einem so engen Spiel darf das nicht passieren.

Analyse: Packers @ Bears - das fiel taktisch auf

  • Matt LaFleur zeigte sich schon früh kreativ und begann das Spiel mit einem Jet Sweep. Später ließ er bei 3rd&1 nach Play Action lieber eine Bombe auf Musgrave (33 YDS) werfen, anstatt einfach für ein 1st Down zu laufen. Zudem wechselte er öfter sein Personnel durch und ließ gerne neben 11- auch 12- und 21-Personnel spielen, alle meist aus Condensed Formations.
  • Die Bears überraschten mit auffällig vielen Snaps in Man Coverage, obwohl sie sonst meist Zone spielten. Gegen Man allerdings war Love vor der Pause kaum zu stoppen, vor allem, weil es den Bears kaum gelang, den QB unter Druck zu setzen.
  • Auch Ben Johnson ließ seiner Kreativität freien Lauf. Er versuchte einige End Arounds, Run-Plays mit DJ Moore aus dem Backfield oder auch einer Full-House-Formation mit Wide Receiver Luther Burden als eine Art H-Back.

 

Carolina Panthers
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Los Angeles Rams
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Sa, 10.01.
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Chicago Bears
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Green Bay Packers
Green Bay Packers
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02:00
So, 11.01.
Beendet
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So, 11.01.
3. Viertel
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So, 11.01.
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Mo, 12.01.
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Di, 13.01.
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